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coinad

4/12/26

 Harmonisierung

der Körperkonturen («bodyforming») bei Patienten mit

diätresistenten Fettpolstern. Sie ist nicht zur Gewichtsreduktion bei adipösen Patienten geeignet.


j

jTumeszenztechnik


Bei diesem Eingriff findet die Tumeszenztechnik Anwendung. Tumeszenz kommt aus dem Lateinischen «tumescere»

bedeutet aufblähen oder anschwellen. Hierbei wird zur Vorbereitung des Operationsfelds ein Flüssigkeitsgemisch aus

steriler Kochsalzlösung, einem Betäubungsmittel, Natrium­

bikarbonat (zur Erhöhung des Gewebe-pH-Wertes, es erfolgt

dadurch eine bessere Penetration der Substanzen ins Ge­

webe), Adrenalin (zur Vasokonstriktion) und etwas Kortison

(entzündungshemmend) in das Operationsgebiet infiltriert.

In der Regel geschieht dies mit einer Infiltrationspumpe. Die

Haut schwillt sichtbar an, dadurch wird das feste Gefüge der

Fettzellen gelockert und das Eindringen einer feinen Absaugkanüle in das Fettgewebe wird erleichtert. Die Tumeszenz­

lösung wird von den Fettzellen aufgenommen, sie können nun

besser aus dem Bindegewebe gelöst und abgesaugt werden.

Vor dem Eingriff werden die Stellen am Körper angezeichnet, an denen das Fett abgesaugt werden soll.

Diese Operation kann in Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung) oder intravenöser Vollnarkose (TIVA) vorgenommen werden.

Die Patientenlagerung richtet sich danach, welcher Bereich des Körpers abgesaugt werden soll. Dabei kann es notwendig sein, den Patienten intraoperativ zu drehen.

Instrumentell stellt dieser Eingriff keine hohen Anforderungen: Hier kommen eine Pinzette, Schere, Nadelhalter,

­spitzes Skalpell und die Absaugkanülen (. Abb. 17.8) in den

jeweils benötigten Größen und Arten zum Einsatz.


17


398


Kapitel 17 · Plastische Chirurgie – Ästhetische Chirurgie


..Abb. 17.8


Liposuction-Kanülen


Das Operationsgebiet wird desinfiziert und nach haus­

eigenem Standard steril abgedeckt.

Nach der Hautinzision mit einem 11-er Skalpell wird

die Absaugkanüle in das Fettgewebe eingebracht. Diese wird

immer wieder fächerförmig vor- und zurückgeschoben,

­wodurch sich die Fettzellen lösen und gezielt abgesaugt werden. Die Inzisionen werden mit einer 5-0 monofilen Naht

verschlossen und mit einem Steri-Strip versehen.

Nach dem Eingriff ist für etwa sechs Wochen ein Kompressionsmieder anzulegen, bis sich die anfangs zu weite Haut

zurückgebildet hat. Sport und schwere körperliche Anstrengungen sollten noch etwa vier Wochen vermieden werden.

Normale Bewegungen und Dehnübungen sind wiederum

förderlich für die Schrumpfung der Haut.

j

jVibrationsassistierte Liposuktion


Mittlerweile gibt es Kanülen, die an ein vibrierendes Handstück angeschlossen werden – Vibrationsassistierte Lipo­

suktion (VAL). Hierbei werden die Fettzellen zusätzlich durch

die Vibration und oszillierende Bewegungen der Kanüle aufgelockert und die Kanüle kann das Gewebe schonend pene­

trieren.


Brust verändern. Vor allem nach dem Stillen kann es zu einem

Erschlaffen der Brustdrüsen und einem Einfallen der oberen

Brusthaut kommen. Die hängenden Brüste wirken danach

unverhältnismäßig alt und schlaff, was für die meist jungen

Patientinnen belastend ist. Bei zu starker Hautdehnung kann

eine zusätzliche Hautstraffung notwendig sein.

Auch bei einer angeborenen Brusthypoplasie (Hypoplasie = Unterentwicklung eines Organs) wünschen sich Frauen

eine formverbessernde Operation. Ein unbefriedigendes Körpergefühl stellt für viele Frauen eine psychische Belastung dar.

Eine Brustvergrößerung löst das Problem meist zufriedenstellend. Die Operation kann prinzipiell in jedem Alter durchgeführt werden.

>>Als wichtige Voraussetzung gilt, dass das Körperwachs-


tum abgeschlossen und die Brüste voll entwickelt sind.

Die Ergebnisse halten, je nach persönlicher Veranlagung,

viele Jahre. Im Laufe der Jahre werden der natürliche

­Alterungsprozess und die Schwerkraft die Form der Brust

wieder verändern.


Für ein natürliches Aussehen nach einer Brustvergrößerung

sorgen anatomisch (. Abb. 17.9 und . Abb. 17.10) geformte

Implantate.

Wichtige Merkmale der Brustimplantate

55 Formstabilität – tropfenförmig (gelartiges, auslauf­

sicheres Silikon),

55 natürliches Tastgefühl – Softtouch,

55 gute Verträglichkeit,

55 lebenslange Herstellergarantie auf das Implantat.


j

jWasserstrahlassistierte Liposuktion


Das Fettgewebe wird mit Hilfe eines computergesteuerten

fein vernebelten Wasserstrahls aufgelöst. Das Absaugen des

erweichten Gewebes erfolgt sofort nach dem Auflösen.


17


j

jUltraschallassistierte Liposuktion


Eine in die Unterhaut eingeführte Kanüle strahlt Ultraschallwellen in das Fettgewebe aus. Die Zellen werden durch die

entstandene Energie zerstört und gleichzeitig abgesaugt.

Folgende Komplikationen sind möglich:

44Hämatome, Ödeme,

44Sensibilitätsstörungen im Operationsgebiet,

44Thrombose,

44Wundheilungsstörungen, Infektionen,

44Konturunregelmäßigkeiten,

44Hauterschlaffung.

17.1.5


..Abb. 17.9


Anatomisch geformtes Brustimplantat


..Abb. 17.10


Rundes Brustimplantat


Brustaugmentation


Frauen, die eine Brustvergrößerung wünschen, möchten häufig die Form und das Volumen der Brüste in Folge von Ver­

änderung nach Schwangerschaft/Stillzeit oder Alterung, aber

auch wegen unvorteilhafter Größe oder Asymmetrie der


399

17.1 · Plastische/Ästhetische Chirurgie


Es gibt verschiedene Implantate, die zum Teil unterschied­

liche Füllmaterialien aufweisen. Aus Sicherheitsgründen sollten heute ausschließlich raue, formstabile, d. h. kohäsivgelgefüllte (auslaufsichere) Implantate verwendet werden. Selbst

wenn das Silikonimplantat beschädigt werden würde, ist ein

Wegfließen nicht zu befürchten. Eine raue Oberfläche der Implantate soll das Risiko für eine Kapselfibrose (Verhärtung der

normalen körpereigenen Hülle, die sich um ein Implantat

bildet) reduzieren.

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jWahl des Implantats


Um das geeignetste Implantat auszuwählen, muss der Chi­

rurg verschiedene Daten und Gegebenheiten beachten, wie

Breite und Höhe der Brustwand, das bestehende Volumen der

Brust, Hautmenge, Abstand zwischen den Brustfalten und

Brustwarzen, Elastizität und Dehnbarkeit der Haut, Beweglichkeit der Brustwand und Größenverhältnisse von HautBrustdrüsen-Muskel. Es muss auf das vorhandene Gewebe,

die umhüllende Brusthaut Rücksicht genommen werden, da

es bei zu großen Implantaten zu Spannungen, Dehnungsstreifen und unnatürlicher Abzeichnung der Implantate kommen

könnte. Ganz wichtig ist die Körpersymmetrie als Ganzes.

Um ein harmonisches und natürliches Ergebnis zu erreichen,

sollten Proportionen und die Passform des Implantates im

richtigen Verhältnis zur bestehenden Brustanatomie gewählt

werden, damit ein stimmiges Gesamtbild des Körpers erzielt

wird.

Ein sicheres Verfahren für die Definition des geeigneten

Implantats ist das biodynamische System (interaktives, computergestütztes Beratungsprogramm) von Allergan (Brustimplantate-Hersteller).

j

jBrustvergrößerung

k

kZugangswege


44inframammär (Schnitt in der Brustumschlagfalte),

44axillär (Schnitt in der Achselhöhle),

44perimamillär (Schnitt halbkreisförmig am Brustwarzenhofrand).

Der inframammäre Zugang hat sich als der sicherste und

übersichtlichste erwiesen. Die Narbe ist so gut wie nicht mehr

zu sehen, da die Brust in der natürlichen Position diesen

Schnitt überdeckt. Dieser Zugangsweg ist für jede Implantatgröße geeignet.

Beim Zugangsweg durch die Achselhöhle lässt sich die

neue Brustfalte nur schwer formen und fixieren. Das Risiko

für «double bubble» (eine zweite zusätzliche Falte) ist hier

sehr hoch. Dazu kommt die erhöhte Gefahr der Verletzung

der axillären Lymphknoten. Diese Lymphknoten spielen eine

wichtige Rolle bei der Früherkennung von Brustkrebs bei

Frauen.

Nachteile beim Brustwarzenschnitt sind z. B. ein Verlust

der Empfindsamkeit des Brustwarzenhofes und die erhöhte

Gefahr der Verletzung der Milchdrüsengänge, was die Still­

fähigkeit beeinträchtigen kann.

Die angezeichnete Schnittführung und Hilfslinien zeigt

. Abb. 17.11.


..Abb. 17.11 Schnittführung und Hilfslinien werden bei wacher

­Patientin im Stehen vor der OP angezeichnet. (© Birgit von Essen)


k

kLage des Brustimplantats


44subglandulär (unter der Brustdrüse und über dem

M. pectoralis major),

44submuskulär (unter dem M. pectoralis major).

Die sicherste Positionierung des Implantats ist das Einbringen

in die sog. Mischloge, d. h., das Implantat ist teilweise vom

Brustmuskel und teilweise von der Drüse bedeckt. Die Posi­

tionierung schont die Durchblutung des Drüsenkörpers und

sollte wegen der Langfristigkeit der Ergebnisse grundsätzlich

durchgeführt werden. Die Brustdrüse und die Brustwarze mit

den Milchausführungsgängen bleiben unversehrt, sodass die

Stillfähigkeit nach einer Schwangerschaft voll erhalten bleibt.

k

kDurchführung


Die Patientin liegt auf dem Rücken mit leicht erhöhtem Oberkörper auf einer beheizbaren Wärmematte. Die Arme werden

im Winkel von 70° auf Armlagerungsschienen gelagert oder

an den Körper angelagert. Die Platzierung einer Knierolle

und polsternde Lagerungshilfsmittel für die Fersen und den

Kopf sind obligat.

Eine Neutralelektrode ist notwendig, da mit monopolarem Strom gearbeitet wird.

Wir benötigen neben dem Grundinstrumentarium einen

Leuchthaken mit Absaugvorrichtung für den Anschluss an

ein Kaltlichtgerät sowie ein langes Messer für die monopolare

Diathermie. Als Einmalmaterialen reichen wir zusätzlich zu

dem nach Standard geforderten Nahtmaterial Redon-Drainagen und Steri-Strips an.

Die Abdeckung erfolgt nach hauseigenem Standard.

In der Regel wird der Eingriff in Vollnarkose durchgeführt.

>>Von jedem Patienten werden vorab Fotos erstellt, die


das zu operierende OP-Gebiet darstellen. Diese Bilder

werden im OP aufgehängt, sodass der Operateur jederzeit während des Eingriffes den Prae-OP-Zustand des

zu operierenden Gebietes anschauen kann.


17


400


Kapitel 17 · Plastische Chirurgie – Ästhetische Chirurgie


..Abb. 17.12 In der rechten Brust ist ein Probeimplantat eingebracht

worden. (© Birgit von Essen)


17


Vor der Schnittführung in der Unterbrustfalte wird diese vorher an der wachen Patientin angezeichnet. (. Abb. 17.11) Bei

Bedarf wird die Loge für das Implantat mit einem Hautstift

auf der Haut markiert.

Nach dem Team-Time-Out und dem Hautschnitt wird die

Loge für das Implantat partiell unter dem M. pectoralis major

(großer Brustmuskel) in multiplaner Technik rechts- und

linksseitig mit einer verlängerten HF-Messerelektrode oder

monopolaren Pinzette präpariert. «Multiplan» bedeutet hier

die Abdeckung in mehreren Schichten. Die oberen ⅔ des

­Implantats sind hier vom großen Brustmuskel bedeckt, das

untere ⅓ liegt ungeschützt vom Brustmuskel im Fettgewebe

und unter der Brustdrüse. Bei dieser Technik wird der untere

Teil des großen Brustmuskels durchtrennt.

Zur finalen Entscheidung der Brustimplantatgröße können Probeimplantate (. Abb. 17.12) in unterschiedlichen

Größen und Formen eingelegt werden, die vorab mit der

­Patientin besprochen worden sind. Dieses Vorgehen eignet

sich besonders bei Patientinnen mit tubulärer Deformität

der Brust und bei Korrektureingriffen mit Brustimplantatwechsel, um einen direkten Vergleich beider Brüste (Form

und Größe) zu bekommen.

Vor dem Einlegen der Implantate sollte ein Handschuhwechsel vorgenommen werden.

Nach Ausleiten einer Redon-Drainage wird die 

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