Mittelgesichtsfraktur funktionell therapieren zu
können, muss auch hier die Okklusion hergestellt werden,
indem der Ober- und der Unterkiefer miteinander geschient
und verbunden werden. Erst dann kann in Narkose im Operationssaal die Reposition der einzelnen beteiligten Knochen
durchgeführt werden. Das Repositionsergebnis wird in der
Regel durch Miniplatten gesichert. Wichtig ist, neben der
Wiederherstellung der ästhetischen Komponente, dass der
Biss wieder stimmt, damit die Kaufunktion wieder hergestellt
und die Sprache nicht verändert wird. Der Zugang wird meist
über den Mundvorhof gewählt, da so das kosmetische Ergebnis am besten ist.
Bei Beteiligung des Jochbeins kann der N. infraorbitalis
eingeklemmt sein, das führt zu Sensibilitätsstörungen. Der
Orbitaboden ist dann mit beteiligt und die Augenbeweg
lichkeit kann eingeschränkt sein oder es können Doppel
bilder entstehen. Oft kann diese Fraktur mit einem kräftigen
Einzinkerhaken durch die Haut hindurch reponiert werden.
Wird durch eine Röntgenkontrolle festgestellt, dass es keine
Stufe am Orbitarand mehr gibt, gilt die Reposition als ge
lungen.
Hält das Repositionsergebnis nicht, wird eine Miniplat
tenosteosynthese durchgeführt. Muss der Orbitaboden revidiert werden, liegt der Zugang im Unterlid, sodass kosmetisch
keine sichtbaren Narben entstehen. Hat sich im Orbitaboden
eine Stufe gebildet, wird ggf. eingeklemmtes Orbitagewebe
reponiert und durch das Einlegen einer Kunststoffplatte oder
resorbierbaren Folie der Orbitainhalt in seiner Position gehalten und die Augenmuskelfunktion erhalten. Ein Zugang an
den Augenbrauen ist ebenfalls bei manchen Frakturen sinnvoll, dabei ist zu bedenken, dass eine Rasur der Brauen nicht
erfolgen soll (7 Abschn. 4.8).
13.1.5
Tumorerkrankungen
Gutartige und bösartige Tumoren entstehen auch im Gesichtsbereich, wobei Tumoren der Lippe relativ selten vorkommen. Gutartige Tumoren wachsen nicht in umgebendes
Gewebe hinein, stören jedoch durch zunehmende Größe und
müssen deshalb chirurgisch entfernt werden. Zu bedenken
ist im Gesicht immer der kosmetische Effekt, deshalb wird
mit sehr feinen Instrumenten, atraumatischen Pinzetten und
feinem ungefärbtem Nahtmaterial gearbeitet.
Bösartige Tumoren wachsen schneller, zerstören das umliegende Gewebe und bilden Metastasen. Sie entstehen im
Rachen und in der Mundhöhle, meistens als Plattenepithelkarzinome. Diese Tumoren machen sich selten durch Schmerzen bemerkbar, jedoch durch kleine Blutungen, Brennen oder
weißliche Beläge. Zur Abklärung in der MKG-Abteilung
werden Gewebeproben entnommen, um festzustellen, um
welche Krebsart es sich handelt, wie weit die Ausdehnung
fortgeschritten ist und ob es schon eine Metastasierung gibt.
Ursächlich für eine solche Krebsart sind häufig Nikotin
genuss, Alkoholabusus oder schlechte Mundhygiene. Aber
auch mechanische Störungen in der Mundhöhle, die zu einer
chronischen Entzündung führen, wie z. B. eine schlecht
sitzende Zahnprothese, können zu Präkanzerosen und später
zu einem Karzinom führen.
Ist eine Krebsart diagnostiziert, ist die chirurgische Therapie angezeigt, dabei wird das betroffene Gewebe mit einem
ausreichenden Sicherheitsabstand entfernt. Ist der Tumor in
Knochennähe muss auch dieser mit reseziert und durch geeignete Maßnahmen die Kontinuität des Knochens wieder
hergestellt werden. Am Hals werden die angrenzenden
Lymphknotenbahnen ausgeräumt (Neck dissection).
13
358
Kapitel 13 · Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Nach der Entfernung großer Haut- und Muskel- sowie
Knochenareale erfolgt eine Rekonstruktion der Defekte,
um die Nahrungsaufnahme und die Sprache zu gewährleisten. Diese Defektdeckungen erfolgen auf unterschiedlichen
Wegen.
Aus dem Brustmuskel (M. pectoralis) oder dem großen
Rückenmuskel (M. latissimus dorsi) werden Anteile mit
einem versorgenden und einem entsorgenden Gefäß präpariert und über dem Defekt angebracht. Die Arterien und die
Venen werden mit den Gefäßen, die vor Ort präpariert werden konnten, unter dem Mikroskop anastomosiert. Da dieses
Transplantat darüber hinaus aus Haut- und Muskelgewebe
besteht, nennt man es einen gestielten Myokutanlappen.
Muss Mundschleimhaut ersetzt werden, bietet sich die
Jejunumschleimhaut an, dazu wird über einen kleinen Bauchschnitt ein Teil des Jejunums entfernt und der Darm End-zuEnd anastomosiert. Entstehen Knochendefekte im Unter
kiefer, müssen sie rekonstruiert werden, da sonst Sprache und
Nahrungsaufnahme nicht möglich sind. Dazu kann Knochen
aus dem Beckenkamm oder der Fibula (Wadenbein) ent
nommen und nach dem Einpassen mit Osteosyntheseplatten
fixiert werden. Nach der Ausheilung und der nachgewiesenen
Tumorfreiheit können Zahnimplantate oder Zahnprothesen
eingebracht werden.
??Fragen zur Wiederholung zu 7 Kap. 13
13
55 Eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte ist ein umfassendes Krankheitsbild. Welche Funktionen sind bei dem
Neugeborenen gestört und welche Maßnahme wird
als erstes ergriffen?
55 Was verstehen Sie unter einer «Okklusion»?
55 Was macht die Einhaltung der Sterilität während der
Osteosynthese einer Kieferfraktur so schwierig?
Literatur
Hausamen JE, Machtens E, Reuther J et al. (2012) Mund-, Kiefer- und
Gesichtschirurgie, Operationslehre und -atlas, 4. Aufl. Springer,
Berlin Heidelberg New York
Siewert JR, Stein HJ (2012) Chirurgie mit integriertem Fallquiz, 9. Aufl.
Springer, Berlin Heidelberg New York
359
HNO-Heilkunde
Brigitte Lengersdorf
14.1
Ohr
– 360
14.1.1
14.1.2
14.1.3
14.1.4
14.1.5
14.1.6
14.1.7
Akute Otitis media (Mittelohrentzündung)
Chronische Otitis media – 362
Otosklerose – 363
Tumoren – 363
Verletzungen – 363
Fazialisparese – 363
Hörstörungen – 364
14.2
Nase und Nasennebenhöhlen
14.2.1
14.2.2
14.2.3
14.2.4
14.2.5
14.2.6
14.2.7
14.2.8
14.2.9
Akute bzw. chronische Rhinitis (Schnupfen)
Nasennebenhöhlenentzündungen – 365
Septumdeviation – 366
Fraktur – 366
Epistaxis (Nasenbluten) – 367
Missbildungen – 367
Fremdkörper – 367
Frakturen – 367
Tumoren – 367
14.3
Rachenraum
14.3.1
14.3.2
14.3.3
14.3.4
Rachenmandelwucherungen
Tonsillitis – 368
Verletzungen – 370
Tumoren – 370
14.4
Kehlkopf
14.4.1
14.4.2
Fremdkörper, Diagnostik
Kehlkopftumor – 371
Literatur
– 362
– 364
– 368
– 368
– 370
– 370
– 374
© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018
M. Liehn et al. (Hrsg.), OTA-Lehrbuch
https://doi.org/10.1007/978-3-662-56183-6_14
– 365
14
360
Kapitel 14 · HNO-Heilkunde
Lernziele
55 Die Auszubildenden verstehen die Abläufe der typischen
operativen Diagnostik- und Behandlungsverfahren in der
HNO-Heilkunde und sind in der Lage, bei diesen Eingriffen
vorausschauend und situationsgerecht zu instrumentieren.
55 Dazu verschaffen sie sich einen Überblick über die entsprechenden Krankheitsbilder in der HNO-Heilkunde,
deren Ursachen, Klinik, Diagnostik- und Behandlungsverfahren und deren typische Komplikationen.
55 Deshalb erarbeiten sie sich entsprechende Kenntnisse
der anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Gegebenheiten und der speziellen Mikrobiologie.
55 Sie kennen die Medikamente, die im Rahmen dieser Verfahren häufig eingesetzt werden.
55 Die Auszubildenden können das Grundinstrumentarium
und die speziellen Instrumente, Geräte und Materialien,
die bei Operationen in der HNO-Heilkunde zur Anwendung kommen, auswählen, diese Instrumente fach- und
sachgerecht einsetzen und deren Wirkung erklären.
14
Die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde beschäftigt sich mit allen
Erkrankungen, Verletzungen, Funktionsstörungen und Fehlbildungen im gesamten Kopf-Hals-Bereich, also den Ohren,
der Nase, den oberen Luftwegen (Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf), den unteren Luftwegen und der Speiseröhre.
Die Anforderungen an das OP-Personal sind in der HNO
sehr vielfältig: wir benötigen Kenntnisse bezüglich des umfangreichen Instrumentariums und dessen Bedeutung sowie
Kenntnisse über die Prinzipien der Allgemein- und Gefäßchirurgie, Traumatologie und Neurochirurgie. Ebenso müssen
die besonderen Aspekte der Mikrochirurgie beachtet werden.
Die Patientenabdeckung ist problematisch, da Kopf- und
Gesichtsbereich mit den endotrachealen (in der Luftröhre)
Tuben schwierig abzudecken ist. Bei kombinierten Eingriffen
intra- und extraoral (im Mund und außerhalb der Mund
höhle) ist es schwer, den Anforderungen an die Asepsis
(Keimfreiheit) gerecht zu werden.
..Abb. 14.1 Anatomische
Darstellung des Ohrs. Aus: Beise U,
Heimes S, Schwarz W (2013)
Gesundheits- und Krankheitslehre,
3. Aufl. Springer, Berlin Heidelberg
New York
>>Außerdem muss gerade hier sehr viel Wert auf die prä-,
intra- und postoperative (vor, während und nach der
Operation) Betreuung der Patienten gelegt werden, da
viele Eingriffe in Lokalanästhesie durchgeführt werden
können. Auch sind viele Patienten Kinder, z. B. durch die
Rachen- und Gaumenmandeloperationen, denen wir
durch besondere Zuwendung die Angst nehmen sollten.
j
jInstrumente
Grundinstrumente, mikrochirurgische Instrumente, Osteosynthesematerialien, Gefäßinstrumentarium und Instru
mente zur Frakturversorgung finden genauso Anwendung
wie spezielles Instrumentarium, das fast nur in der HNO benutzt wird. Für eine möglichst übersichtliche Darstellung,
stellen wir das Spezialinstrumentarium zusammen mit dem
entsprechenden Themenbereich vor.
14.1
Ohr
Das Hörorgan des Menschen gliedert sich in drei Teile
(. Abb. 14.1):
44Das äußere Ohr mit der Ohrmuschel, dem S-förmig
gebogenen äußeren Gehörgang und dem Trommelfell als
Abgrenzung zum Mittelohr.
44Dem Mittelohr, das aus der Paukenhöhle besteht, die
über die Tube (Eustachi-Röhre) mit dem Nasenrachen
verbunden ist und den darin enthaltenen Gehörknö
chelchen Hammer (Malleus), Amboss (Incus)und Steigbügel (Stapes). Diese Gehörknöchelchen sorgen durch
ihre Bewegungen für die Schallübertragung.
44Dem Innenohr, das im Felsenbein liegt. Das Hörorgan
liegt in der Schnecke und die Bogengänge enthalten das
Gleichgewichtsorgan.
Erkrankungen des Mittelohres können in jedem Alter auf
treten und gehören bei den Kindern zu den am häufigsten
361
14.1 · Ohr
..Abb. 14.2 Ohrschlinge nach Langenbeck. (Mit freundlicher
Genehmigung der Fa. Aesculap AG)
..Abb. 14.3 Ohrhebel nach Lucae. (Mit freundlicher Genehmigung
der Fa. Aesculap AG)
..Abb. 14.5 Lappenmesser nach Plester. (Mit freundlicher Genehmigung der Fa. Aesculap AG)
..Abb. 14.4 Parazentesenadel nach Lucae. (Mit freundlicher Genehmigung der Fa. Aesculap AG)
auftretenden Erkrankungen. Akute und chronische Entzündungen, Verletzungen und die Otosklerose spielen eine große
Rolle, Tumoren treten selten auf.
Das Hör- und Gleichgewichtsorgan befindet sich im
Innenohr, deshalb führen Schädigungen zu einer Schallempfindungsschwerhörigkeit und zu vestibulären Symptomen
wie Schwindel und Gleichgewichtsstörungen.
..Abb. 14.6 Knochenstanze. (Mit freundlicher Genehmigung der
Fa. Aesculap AG)
j
jSpezielle Instrumente bei Ohroperationen
Ohrinstrumente sind gerade oder kniegebogen, Instrumente
mit Ringen für die Hand des Operateurs müssen gebogen
oder gewinkelt sein, damit der Operateur die Übersicht nicht
behindert. Mit der Ohrschlinge (. Abb. 14.2) und dem Ohrhebel (. Abb. 14.3) kann vor dem Trommelfell gearbeitet werden, mit der Parazentesenadel (. Abb. 14.4) und den Rundschnitt- oder Lanzetten- und Lappenmesser (. Abb. 14.5)
kann das Trommelfell eingeschnitten werden. Knochen
stanzen (. Abb. 14.6), Fasszangen (. Abb. 14.7) und Mikroscheren werden im Ohr benötigt.
..Abb. 14.7 Fasszange nach Hartmann. (Mit freundlicher Genehmigung der Fa. Aesculap AG)
14
362
14.1.1
14
Kapitel 14 · HNO-Heilkunde
Akute Otitis media
(Mittelohrentzündung)
Bei der akuten Otitis media handelt es sich um eine rhinogen
(über die Nase) ausgelöste Entzündung der Paukenhöhlenschleimhaut, die nach 2–3 Wochen ausgeheilt ist. Meist entsteht sie durch eine aufsteigende Infektion über die Tube im
Anschluss an einen Schnupfen oder eine Erkältung.
Der Patient kommt mit stechenden Ohrenschmerzen,
Klopfen im Ohr, herabgesetztem Allgemeinbefinden, Kopfschmerzen, Fieber und einer Schallleitungsschwerhörigkeit
zum Arzt. Erhärtet wird die Diagnose durch den Trommelfellbefund über eine Otoskopie (Inspektion von Gehörgang
und Trommelfell mittels eines Ohrspiegels oder Mikroskops).
Das Trommelfell zeigt eine starke Gefäßzeichnung, ist vorgewölbt und der Reflex des Hammergriffs ist verschwunden.
Die Trommelfelloberfläche sieht, im Gegensatz zu einer gesunden, trübe aus.
Häufig kommt es zu einer Spontanperforation des Trommelfells, damit verschwinden die Schmerzen schlagartig. Die
akute Otitis media muss nach spätestens drei Wochen abgeheilt sein, sonst besteht die Gefahr einer Mastoiditis (Entzündung des Warzenfortsatzes, s. unten) mit anderen Komplikationen wie Meningitis (Hirnhautentzündung) oder Laby
rinthitis (Innenohrentzündung). Wenn die konservative Behandlung mit abschwellenden Nasentropfen keine Besserung
bringt wird eine Parazentese durchgeführt.
Dieser Eingriff kann in Lokalanästhesie durchgeführt
werden. Bei Kindern ist eine Allgemeinnarkose sinnvoller,
weil sie aus Angst häufig nicht stillhalten und es dann zu einer
Verletzung von Gehörgang und Mittelohr kommen kann.
Auf das Trommelfell wird ein Oberflächenanästhetikum
aufgebracht, über einen Ohrtrichter die Parazentesenadel
(bajonett- oder kniegebogen, . Abb. 14.4) eingeführt und ein
kleiner Entlastungsschnitt im vorderen unteren Quadranten
des Trommelfells durchgeführt. Das Sekret kann nun un
gehindert abfließen oder wird mit einem feinen Ohrsauger
abgesaugt. Insbesondere bei Kindern mit rezidivierender
(immer wiederkehrender) Otitis media, wird das Mittelohr
zur Dauerbelüftung mit «Paukenröhrchen» versorgt. Diese
Röhrchen bestehen meist aus Titan und haben die Form einer
Spule; sie sollten mindestens ein halbes Jahr verbleiben und
werden in der Regel spontan abgestoßen.
Die Mastoiditis, als Komplikation der akuten Otitis
media, ist selten geworden, da sie mit Antibiotika gut behandelt werden kann. Bei einer Mastoiditis handelt es sich um
eine eitrige Einschmelzung der knöchernen Zellen im pneumatischen (belüfteten) Warzenfortsatz, manchmal auch
der Zellen des Jochbogenansatzes oder auch der Zellen der
Felsenbeinspitze. Bestehen die Symptome der akuten Otitis
media weiter und/oder werden noch deutlicher durch vermehrte Schmerzen, pulsierendes Klopfen im Ohr oder tritt
erneut Fieber auf, dann werden Blutuntersuchungen durchgeführt. Eine Erhöhung der Blutsenkungsgeschwindigkeit
(BKS) und der Anstieg der Leukozyten (Leukozytose) weisen
auf eine Entzündung hin. Dann festigt eine Schädel-CT die
endgültige Diagnose.
Eine Mastoidektomie (chirurgische [Teil-] Entfernung
des Warzenfortsatzes) ist dann angezeigt, um das Mittelohr
wieder zu belüften.
j
jMastoidektomie
Der Patient wird für diesen Eingriff auf dem Rücken gelagert,
der Kopf ist zur gesunden Seite gedreht. Eventuell werden auf
der zu operierenden Seite die Haare des Patienten gekürzt.
Wir benötigen Grundinstrumentarium für Ohropera
tionen, einen Bohrer mit Rosen- und Diamantbohransätzen
in diversen Größen, Spüllösung und ein Mikroskop mit der
dazugehörigen sterilen Abdeckfolie. Die Blutstillung erfolgt
in der Regel mittels bipolarer Koagulation.
Nach der Hautdesinfektion, der sterilen Abdeckung des
OP-Gebiets und dem standardisierten Team-Time-Out
werden über einen Schnitt hinter dem Ohr (retroaurikulär)
mit dem Bohrer alle Warzenfortsatzzellen ausgeräumt, bis
das Antrum mastoideum weit freigelegt ist. Gehörgang und
Paukenhöhle werden nicht berührt.
Nach dem Wundverschluss wird ein zirkulärer Ohrverband angelegt.
Komplikationen können Verletzungen der Dura der mittleren Schädelgrube, des Sinus sigmoideus, des N. facialis,
des Labyrinths (horizontaler Bogengang) oder des kurzen
Ambossschenkels sein. Treten intra- oder postoperativ keine
Komplikationen auf, ist das Hörvermögen meist zu erhalten.
14.1.2
Chronische Otitis media
Bei der chronischen Otitis media handelt es sich um einen
dauerhaften Trommelfelldefekt, der entsteht, wenn zu große
Rachenmandeln oder immer wiederkehrende Infekte zu einer
ständigen Belüftungsstörung führen. Wir unterscheiden zwei
Formen:
44chronische Schleimhauteiterung (chronische meso
tympanale Otitis media), die Entzündung bleibt auf die
Schleimhäute des Mittelohres beschränkt und die
44chronische Knocheneiterung (chronische epitympanale
Otitis media), die Entzündung geht auf benachbarte
Knochenstrukturen über und kann unbehandelt zu einer
Fazialisparese und Schwindel führen.
Die Patienten leiden jahrelang unter übelriechender Sekre
tion aus dem Ohr und Schwerhörigkeit. Im Mittelohr finden
sich häufig Polypen, die durch den Defekt in den Gehörgang
wachsen, zusätzlich finden sich meist weißliche Schüppchen
als Hinweis auf ein gleichzeitig vorliegendes Cholesteatom
(Perlgeschwulst). Dies besteht aus abgeschilferten, zwiebelschalenartig geschichteten Epithelmassen, die von einer Schicht
aus verhornendem Plattenepithel (Matrix) umgeben sind.
Mit der operativen Behandlung sollen das veränderte Gewebe und der Trommelfelldefekt verschlossen werden. Dazu
wird Faszie des M. temporalis oder ein Knorpel-Perichon
drium-Transplantat benutzt.
Die Knocheneiterung muss ausheilen, deshalb wird das
Cholesteatom einschließlich der Matrix entfernt. Zur Wie-
363
14.1 · Ohr
derherstellung der unterbrochenen Schallleitungskette im
Mittelohr werden die defekten Gehörknöchelchen durch
itanprothesen ersetzt.
T
j
jTympanoplastik
Die Tympanoplastik bezeichnet eine wiederherstellende
Operation am Trommelfell und/oder der Gehörknöchelchenkette und dient der Hörverbesserung. Voraussetzungen für
diesen Eingriff sind eine durchgängige Tube und ein funktionierendes Innenohr.
Die Myringoplatik (Trommelfellplastik) bezeichnet den
Verschluss des Defekts mit Temporalisfaszie, die Ossikuloplastik, bei unterbrochener Gehörknöchelchenkette, bezeichnet den Wiederaufbau oder Ersatz/Überbrückung fehlender Kettenanteile bzw. Reposition.
Tympanoplastik
55 Zur Tympanoplastik wird der Patient auf dem Rücken
gelagert und der Kopf zur kontralateralen (gegenüberliegenden) Seite gedreht.
55 Wir bereiten neben den standardisierten Einmal
materialien Grundinstrumentarium zur Eröffnung
des Mittelohrs, Ohr- und Mikroinstrumentarium, ggf.
eine Bohrmaschine und ein OP-Mikroskop mit einer
Sterilabdeckung vor. Silastikfolien liegen bereit, um
ggfs. ein Transplantat aufzubewahren. Die Blutstillung erfolgt in der Regel über bipolare Koagulation.
Die Operation kann sowohl in Lokalanästhesie als
auch in Vollnarkose durchgeführt werden.
55 Nach der Hautdesinfektion, der sterilen Abdeckung
des OP-Gebiets und dem standardisierten TeamTime-Out erfolgt der Hautschnitt, entweder retro
aurikulär (hinter dem Ohr) oder endaural, d. h. vorn
zwischen Tragus und Ansatz der Ohrmuschel, im Gehörgang, nach Heermann. Falls nötig, wird ein kleines
Stück Temporalisfaszie entnommen und während
des Eingriffs zwischen zwei Silastikfolien aufbewahrt.
55 Nach der Beseitigung der Grunderkrankung durch
Entfernen eines vorliegenden Cholesteatoms oder
defekter Gehörknöchelchen wird eine Titanprothese
als Gehörknöchelchenersatz eingesetzt, und das
Trommelfell mit der Faszie unterfüttert. Silikonfolien
werden zur zusätzlichen Schienung eingebracht, der
Gehörgang wird mit Tamponaden und/oder Salbenstreifen austamponiert.
55 Die Wunde wird schichtweise verschlossen und ein
zirkulärer Ohrdruckverband angelegt.
14.1.3
Otosklerose
Für diese Verknöcherung der Gehörknöchelchen, v. a. des
Stapes (Steigbügel), ist die Ursache unbekannt, Frauen sind
häufiger betroffen als Männer. Die Krankheit tritt meist
zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr auf, zunächst einseitig,
in der Folge häufig beidseits. Ein hormoneller Einfluss wird
umstritten beschrieben.
Symptom ist eine zunehmende Schwerhörigkeit, dabei ist
ein Ohr meist stärker betroffen.
Konservativ ist die Krankheit kaum zu behandeln. Die
Stapesplastik, bei der der Stapes samt Fußplatte entfernt wird,
ist eine Möglichkeit der Behandlung. Der Steigbügel wird
durch einen Drahtbügel, der am Ambossschenkel fixiert wird,
ersetzt. Der Abschluss zum ovalen Fenster wird durch Bindegewebe, welches um den Draht herum gelegt wird, erreicht.
Eine Stapedotomie ist heute die Standardmethode zur
Behandlung der Otosklerose. Dabei wird die Fußplatte mit
einer Nadel oder einem Laserstrahl durchbohrt und eine
Platindraht-Teflon-Prothese (Piston) in das Vestibulum
eingesetzt. Dies führt in 90% der Fälle zu einer Hörverbesse
rung, da durch die Prothese die Schwingungen übertragen
werden können.
14.1.4
Tumoren
Geschwulste im Ohr sind insgesamt selten, sie werden durch
eine ausgedehnte Operation mit Entfernung des Felsenbeins,
totaler Parotidektomie, Neck-Dissection und Fazialisre
konstruktion behandelt. Postoperativ wird eine Radiothe
rapie angeschlossen. Die Prognose ist ungünstig.
14.1.5
Verletzungen
Bei Verletzungen wird zwischen direkten und indirekten
Verletzungen unterschieden. Pfählungsverletzungen durch
Streichholz, Q-Tip oder Stricknadel, heiße Metalltropfen bei
Schweißern, Tieftauchen oder auch Verbrennungen zählen
zu den direkten Verletzungen. Indirekte Verletzungen entstehen durch rasche Luftdruckänderungen z. B. durch Explo
sionen, eine Ohrfeige mit der flachen Hand oder auch durch
den Aufprall eines Balls. Zerreißt dabei das Trommelfell,
muss es mit Silikonfolie geschient werden. Ist das Innenohr
mit betroffen, erkennbar durch Austritt von Perilymphe,
muss die Perforation mit einer Bindegewebsplombe in gleicher Operation unter dem Mikroskop verschlossen werden.
14.1.6
Fazialisparese
Bei einer Lähmung des Gesichtsnervs sind rekonstruktive
Maßnahmen möglich, z. B. eine Nervennaht unter dem OPMikroskop, eine Nerventransplantation aus dem patienten
eigenen N. auricularis oder N. suralis oder in Cross-overTechnik, d. h. Äste der gesunden Seite werden durch ein Nerventransplantat mit der geschädigten Seite verbunden.
Muskel- und Faszienzügelplastiken zur Hebung der Gesichtsweichteile, Gold- oder Platingewichtimplantation in das
Oberlid zur Verbesserung des Lidschlusses oder die Tarso
raphie zur Verengung der Lidspalte sind Eingriffe, die nur die
Symptome der Parese behandeln.
14
364
Kapitel 14 · HNO-Heilkunde
Hörstörungen
14.1.7
14.2
Erkrankungen des Innenohrs führen zu Hörstörungen und
werden, je nach Ausprägung, unterschiedlich behandelt.
Operativ können Hörgeräte implantiert werden, sie trans
formieren das aufgenommene Schallsignal in elektrische
Spannungsschwankungen, die einen an der Gehörknöchelchenkette befestigten elektromagnetischen oder piezoelek
trischen Wandler antreiben. Dieser versetzt die Gehörknöchelchen direkt mechanisch in Schwingungen. Der Vorteil
ist, dass der Gehörgang frei bleibt und die Nachteile konven
tioneller Hörgeräte überwunden werden.
Immer häufiger werden Cochlea-Implantate eingesetzt,
elektronische Hörprothesen zum Ersatz der ausgefallenen
Innenohrfunktion. Ein Cochlea-Implantat besteht aus zwei
Teilen, dem extern getragenen Sprachprozessor mit dem
Mikrophon zur Schallaufnahme und dem Audioprozessor
der das Signal in elektrische Impulse umwandelt und dem
Implantat selbst, mit der Empfangsspule zur Aufnahme der
elektrischen Impulse des Sprachprozessors, die dekodiert und
den einzelnen Elektroden auf dem in die Schnecke einge
schobenen Elektrodenträger zugeleitet werden. Das Implantat wird in ein Knochenbett hinter dem ausgebohrten Mastoid unter der Haut eingepflanzt, die Elektrode wird über einen
ausgebohrten Knochenkanal in die Scala tympani vorge
schoben. Nach der Wundheilung wird der Sprachprozessor
individuell eingestellt. Dabei sind regelmäßige technische
Überprüfungen erforderlich, um immer ein optimales Hör
ergebnis zu erreichen.
14
Nase und Nasennebenhöhlen
Die Nase besteht aus einem knorpeligen und einem knö
chernen Anteil, die Nasenscheidewand unterteilt die beiden
Nasenhaupthöhlen. Die Funktionen der Nase sind Er
wärmen, Anfeuchten und Reinigen der Atemluft. Die Nase ist
mit Schleimhaut und Flimmerhärchen ausgekleidet, hier wird
die Einatmungsluft angewärmt und sie ist der Sitz des Riechsinns. Im vorderen Bereich liegt in der Nasenschleimhaut ein
Venengeflecht, der sog. «Locus Kiesselbachii», bei starkem
Nasenbluten (Epistaxis) stammt das Blut häufig aus dieser
Region.
Die Nasennebenhöhlen (Sinus paranasalis) bestehen aus
sieben luftgefüllten Räumen, die mit der Nasenhaupthöhle in
Verbindung stehen (. Abb. 14.8):
44Stirnhöhle (Sinus frontalis, paarig),
44Kieferhöhle (Sinus maxillaris, paarig),
44Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis),
44Siebbeinlabyrinth (Sinus ethmoidalis, paarig).
Bei Infektionen sind diese häufig mitbetroffen, durch ihre
direkte Nachbarschaft zum intrakraniellen Raum und der
Orbita können von ihnen z. T. lebensbedrohliche Kompli
kationen ausgehen, das gilt auch bei Verletzungen. Sie sind
ebenso wie die Nasenhaupthöhle oft Ursprungsort von
Tumoren, die durch ihre Ausbreitung in benachbarte Strukturen und die Haut ausgedehnte Operationen und plastischrekonstruktive Eingriffe erforderlich machen können.
Die Nase enthält das Riechorgan, hat eine Abwehrfunk
tion und dient der Sprachbildung. Im hinteren Bereich gehen
die Nasenhöhlen in den Nasopharynx über. Angeborene
Fehlbildungen (Gesichts- und Nasenspalten), sowie ange
borene und erworbene Formfehler können sowohl zu Funk-
Stirnhöhle
Nasenmuscheln
V
Keilbeinhöhle
IV
III
II
I
Stirnbeinhöhle
Epipharynx
(Nasenrachen)
mit
Ohrtrompete
Orbita
Siebbeinzellen
Nasenhöhle
Oropharynx
Kieferhöhle
Mundhöhle
a
..Abb. 14.8a, b Topographische Übersicht Nase und Nasennebenhöhlen. a Schnitt durch Nase und Nasennebenhöhlen mit Etagengliederung des Schädels (I–V). b Seitliche Nasenwand, Nasen-Rachen-Raum,
Zungenbein
Rachen
(Pharynx)
Hypopharynx
Epiglottis
b
Kehlkopf
Ösophagus
Schilddrüse
Trachea
Rachen und Kehlkopf. Die Pfeile markieren die Kreuzung von Luft- und
Speiseweg. Aus: Liehn M, Lengersdorf B, Steinmüller L, Döhler JR (2015)
OP-Handbuch, 6. Aufl. Springer, Berlin Heidelberg New York
365
14.2 · Nase und Nasennebenhöhlen
..Abb. 14.9 Nasenspekulum nach Kilian. (Mit freundlicher Geneh
migung der Fa. Aesculap AG)
..Abb. 14.10 Elevatorium-Raspatorium. (Mit freundlicher Geneh
migung der Fa. Aesculap AG)
tionsstörungen als auch zu kosmetischen Entstellungen führen. Allergische Reaktionen treten immer häufiger auf und
sind von anderen Rhinitisformen (Schnupfen) zu trennen.
Tumoren sind meistens bösartig (maligne).
j
jInstrumente für Nasenoperationen
Instrumente für die Nasenuntersuchung sind kniegebogen
oder bajonettförmig, dadurch behindert die Hand des Operateurs die Übersicht nicht. Das Nasenspekulum (. Abb. 14.9)
mit und ohne Arretierung weitet die Nasenhöhle und sollte in
mehreren Größen vorliegen. Beidseitig benutzbare Raspatorien und Elevatorien (. Abb. 14.10) dienen dazu, die Schleimhaut z. B. vom Septum zu lösen.
Mit dem Zungenspatel kann der Rachenraum inspiziert
werden, ein abgewinkelter Spiegel erlaubt, in zwei Richtungen
zu schauen.
14.2.1
Akute bzw. chronische Rhinitis
(Schnupfen)
Von einer akuten bakteriellen Rhinitis spricht man bei der
Superinfektion eines viralen Infekts, am häufigsten ausgelöst
durch Streptokokken, Pneumokokken oder Staphylokokken.
Wenn die Erkrankung länger als drei Monate andauert,
sprechen wir von einer chronischen Rhinitis. Sie wird bei
Erwachsenen oft durch eine eitrige Nebenhöhlenentzündung
und bei Kindern durch eine vergrößerte Rachenmandel ausgelöst, aber auch bei Disposition in bestimmten physika
lischen und chemischen Berufen.
Bei der akuten Rhinitis findet sich eine eitrige Sekretion
aus der Nase mit geröteter und geschwollener Nasenschleimhaut, bei der chronischen Rhinitis finden sich eitrige Beläge
und/oder zäher Schleim auf der Schleimhaut, verdickte Nasen
muscheln und Schleimhauthyperplasien (Verdickung/Wuche
rung), eine behinderte Nasenatmung sowie retronasaler (an
der Rachenhinterwand) Sekretfluss.
Die Diagnose wird durch eine Nasenendoskopie mit
einer Lichtquelle, Nasenspekulum und/oder einem Endoskop
gestellt.
Eine Probeentnahme (Biopsie) bei Verdacht auf eine
spezifische Infektion oder auch Malignomverdacht (Verdacht
auf einen bösartigen Tumor) kann durchgeführt werden, aber
auch ein Abstrich kann Hinweise zum Infektionsauslöser
geben. Die Rhinitis wird konservativ behandelt durch abschwellende oder pflegende Nasentropfen, Nasenspülung mit
Salzlösungen, schleimlösende Medikamente (Mukolytika)
oder einem Antibiotikum. Wenn nötig, muss die Ursache beseitigt werden, bei Rachenmandelhyperplasie durch eine Adenotomie (Entfernung der Rachenmandel; 7 Abschn. 14.3.2),
durch die Entfernung von verdickten Enden der unteren
Nasenmuschel oder Entfernen von Polypen aus der Nasenhaupthöhle bzw. den Nasennebenhöhlen.
14.2.2
Nasennebenhöhlenentzündungen
Hier handelt es sich um eine eigenständige oder auch durch
einen Schnupfen begleitete akute oder chronische Verän
derung der Nasenschleimhaut unterschiedlicher Herkunft
(Genese). Meist sind die Stirnhöhlen oder die Kieferhöhlen
betroffen. Sind alle Nebenhöhlen betroffen spricht man von
einer Pansinusitis. Die Patienten klagen über Sekretfluss im
Rachen, der zu Hustenreiz und Auswurf führt, eine belegte
Stimme, Kopfschmerzen und Klopfschmerz über der Kieferhöhle oder der Stirnhöhle, der sich beim Bücken verstärkt.
Bei einer Rhinoskopie (Untersuchung der Nase mit einem
Endoskop) sind eine Schwellung der Schleimhaut im mitt
leren Nasengang, sowie grauglasige Polypen in der Nasenhaupthöhle zu finden. Erhärtet wird die Diagnose durch eine
Sonographie (Ultraschalluntersuchung) der Kieferhöhle.
Eine Röntgenaufnahme und eine Computertomographie
(CT) der Nebenhöhlen werden durchgeführt und zeigen diffuse Verschattungen und Sekretspiegel. Die CT gibt zudem
die exakte anatomische Darstellung einzelner Nebenhöhlen
wieder, um einen operativen Eingriff genauestens zu planen.
Wenn eine konservative Therapie erfolglos bleibt, können
Polypen über Endoskope mit Weitwinkeloptiken oder mit
dem Operationsmikroskop durch die Nasenhaupthöhle mit
entsprechenden Fasszangen entfernt werden. Dabei ist darauf
zu achten, dass die Polypen auch aus den Nebenhöhlen (meist
Siebbein- und Kieferhöhle) entfernt werden, damit es nicht
zu Rezidiven (erneutem Wachstum) kommt. Zusätzlich wird
bei Bedarf in der gleichen Operation eine Septumplastik und/
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Kapitel 14 · HNO-Heilkunde
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oder Konchotomie (Kürzung der Nasenmuscheln) durch
geführt. Die Nachbehandlung ist langwierig (über mehrere
Wochen), mit sorgfältiger Entfernung der Wundbeläge,
Nasenspülungen und der Einnahme von kortisonhaltigen
Medikamenten.
Als Komplikation kann es nach einer
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