• Antiepileptika besitzen ein embryotoxisches Potenzial: Durchschnittlich ist das Risiko für große Fehlbildungen um das 2-
bis 3-fache erhöht (höchstes Risiko: Valproinsäure); andererseits leidet etwa jede 200. Schwangere an Epilepsie bzw.
wird behandelt. Grundsätzlich gilt: sorgfältige Risiko-Nutzen-Abwägung in Absprache mit den Mitbehandlern u.
spezialisierten Zentren
• Mittel der Wahl: Lamotrigin (falls ausreichend wirksam)
Für Absprachen einige Hinweise:
• Kontrazeption bei Antiepileptika zur Verhinderung von Spontanschwangerschaften
• Ind. sehr sorgfältig prüfen. Wenn möglich, reduzieren o. absetzen!
• Wenn indiziert: möglichst Monotherapie
• Während der Organogenese: Dosierungen so niedrig wie möglich halten u. auf 2–4 Einzeldosen/d verteilen
• Regelmäßige Bestimmung der freien, d. h. nicht an Proteine gebundenen Wirkstoffkonzentration
• Erweiterte vorgeburtliche Diagnostik inkl. hochauflösendem Ultraschall durch erfahrenen Untersucher
Erkrankung/Wirkstoffgruppe Therapie in der Schwangerschaft
Modifiziert nach: Schaefer, Spielmann, Vetter (2006). Arzneiverordnungen in Schwangerschaft u. Stillzeit. 7. A. München: Elsevier Urban & Fischer; www.embryotox.de
(letzter Zugriff: 12.3.2016)
33.3.2. Arzneimittel in der Stillzeit
Bei Medikamentengaben in der Stillzeit stellen sich 2 Fragen:
1. Welche Gefahren bestehen für den Sgl.?
2. Wird die Milchproduktion beeinflusst?
Physiologische Grundprinzipien Es gibt eine Reihe von Barrieren für ein Arzneimittel, bevor es im Organismus des gestillten Sgl. wirksam werden kann:
• Mütterlicherseits:
– Verfügbarkeit der über den mütterlichen Magen-Darm-Trakt aufgenommenen Menge
– Mütterlicherseits metabolisierte u./o. renal ausgeschiedene Menge
– Übertritt in die Muttermilch, z. T. mittels Diffusion, z. T. mittels aktiven Transports
– Gute Fettlöslichkeit, geringe Molekularmasse, alkalische Reaktion, geringe Ionisation u. niedrige Eiweißbindung begünstigen den
Übertritt in die Muttermilch
• Kindlicherseits:
– Resorption im Magen-Darm-Trakt: Viele Medikamente wie Heparin o. Insulin werden bereits dort abgebaut. Prinzipiell sind es alle
Medikamente, die der Mutter gerade aus diesem Grund parenteral verabreicht werden. Tetrazykline werden an das Kalzium der Milch
gebunden u. dadurch kaum resorbiert.
– Andererseits sind einige Organfunktionen noch nicht voll ausgeprägt, sodass die Resorption eher begünstigt wird: Verweildauer im
Magen-Darm-Trakt ist verlängert, höherer pH der Magensäure, Darmwand ist noch durchlässiger für größere Moleküle,
Entgiftungsfunktion von Leber u. Niere reift erst in den ersten Mon., weniger Pankreasenzyme u. Gallensäuren.
Praktische Überlegungen Die meisten Medikamente finden sich in der Muttermilch in Konzentrationsbereichen, die für den Sgl. weit unter der ther. Dosis
liegen. Tendenziell wird die Gefahr von den Pat. eher überschätzt.
Dennoch unbedingt sorgfältige Einzelabwägung durchführen:
• Dauergabe von Medikamenten problematischer als Einzeldosierungen
• Keine Anwendung von:
– Zytostatika
– Radionukliden
– Komb.-Ther. aus mehreren Psychopharmaka o. Antiepileptika
– Jodhaltigen Kontrastmitteln
– Jodhaltigen Expektoranzien
– Großflächig jodhaltiger Desinfektion
Wenn eine Anwendung nicht verschoben werden kann, dann muss im Einzelfall entschieden werden, ob passager o. endgültig auf das Stillen verzichtet
werden sollte.
Therapie häufiger Erkrankungen in der Stillzeit
Bei der Auswahl von Wirkstoffen innerhalb einer Wirkstoffgruppe sollten „ältere“ Wirkstoffe bevorzugt werden, weil durch den längeren
Beobachtungszeitraum eine bessere Risikoabschätzung möglich ist!
Folgende Hinweise ( Tab. 33.13 ) dienen zur Orientierung, Einzelfallprüfung ist notwendig: Eine Substitution durch ähnliche Wirkstoffe ist problematisch
(!!) u. sollte auf jeden Fall vorher geprüft werden!
Tab. 33.13 Therapie häufiger Erkrankungen in der Stillzeit
Erkrankung/Wirkstoff Therapie in der Stillzeit
Antibiotika Penicilline u. Cephalosporine sind Mittel der Wahl, falls bei Keimspektrum sinnvoll
Asthma
• Inhalative Glukokortikosteroide in Komb. mit Salbutamol u. Terbutalin sind Mittel der Wahl
• Formoterol o. Salmeterol sind möglich
• Bei systemischer Behandlung: Prednisolon o. Prednison möglich
Depression
• Nichtmedikamentöse Behandlung bevorzugen
• Wenn nötig: Monotherapie mit Amitriptylin, Nortriptylin, Imipramin, Desipramin, Sertralin, Citalopram; immer nur in
Kooperation mit erfahrenem Mitbehandler o. Zentrum
Diabetes Insulingabe u. Metformin unproblematisch
Emesis Mittel der Wahl: Meclocin (aber in D nicht erhältlich), Dimenhydrinat; befristet: Metoclopramid möglich
Epilepsie
• Monotherapien mit Phenytoin, Valproat o. Carbamazepin möglich
• Auf jeden Fall in Absprache mit erfahrenem Mitbehandler o. Zentren, auch bzgl. Konzentrationsbestimmungen i. S. bei
Mutter u. Kind
Fieber Paracetamol, Ibuprofen: Mittel der Wahl
Antikoagulation
• Phenprocoumon u. Warfarin möglich
• Sicherheitshalber sollte der Sgl. in den ersten Lebenswo. Vit. K erhalten, ggf. Diagnostik
• Nur in Absprache mit Pädiater!
Hypertonie
• Mittel der Wahl: Alpha-Methyldopa
• Alternativen: Metoprolol (wenige Einzelfälle mit Bradykardie des Kindes), Nifedipin
• Weitere nach Einzelprüfung
Hypothyreose (z. B. bei
Autoimmunthyreoiditis)
Normale Substitution mit L-Thyroxin zur Gewährleistung der physiolog. normalen Verhältnisse
Impfungen Impfungen mit Lebend- u. Totimpfstoffen sind uneingeschränkt möglich, wenn Ind. bei der Mutter besteht
Insulintherapie Insulingaben sind unproblematisch
Migräne
• Ibuprofen o. Paracetamol, auch in Komb. mit Dimenhydrinat o. Metoclopramid
• Wenn dies nicht hilft: Sumatriptan o. ASS kurzfristig möglich
Obstipation
• Umstellung der Ernährungsgewohnheiten zunächst probieren
• Füll- u. Quellstoffe wie Leinsamen, Weizenkleie, ind. Flohsamen o. Laktulose
Psychotische Episoden
• Haloperidol möglich
• Atypische Antipsychotika: Clozapin o. Risperidon möglich, in Kooperation mit entsprechenden Spezialisten!
Refluxbeschwerden/-
ösophagitis, Gastritis
• Magaldrat (Marax ® ), Algedrat (Maalox ® ) u. Sucralfat (z. B. Ulcogant ® ) als aluminiumfreie Präparate sind neben
Metoclopramid Mittel der Wahl
• H 2
-Blocker (Famotidin); falls nötig: Protonenpumpenhemmer möglich (Omeprazol, Pantozol)
Schmerzen
• Ursachenklärung!
• Paracetamol, Ibuprofen: Mittel der Wahl!
• Möglichst keine Opioide, auch keine codeinhaltigen Analgetika wg. Gefahr der Atemdepression beim Kind!
Nach: Schaefer, Spielmann, Vetter (2006). Arzneiverordnungen in Schwangerschaft u. Stillzeit. 7. A. München: Elsevier Urban & Fischer
Medikamente mit Einfluss auf die Milchproduktion
Medikamente können einen hemmenden, aber auch einen fördernden Einfluss auf die Laktation haben ( Tab. 33.14 ).
Tab. 33.14 Einfluss verschiedener Medikamente auf die Laktation
Laktation … Medikamente
wird gefördert
• Phenothiazine
• Antipsychotika wie Haloperidol, Sulpirid, Risperidon
• Alpha-Methyldopa
• Domperidon, Metoclopramid
• Oxytocin
wird reduziert
• Diuretika
• Östrogene, Bromocriptin, Cabergolin
• Alkohol, Opiate
Nach: Schaefer, Spielmann, Vetter (2006). Arzneiverordnungen in Schwangerschaft u. Stillzeit. 7. A. München: Elsevier Urban & Fischer
33.3.3. Arzneimitteltherapie bei Kindern
Die Ind. für Arzneimitteltherapien sind bei Kindern nicht grundsätzlich anders als bei Erw. Allerdings: Wirkung unterscheidet sich aufgrund von Wachstum
(Veränderungen von Körpergewicht (KG), -länge, -oberfläche [KOF]), Entwicklung von Organfunktionen u. psychischen Reifungsprozessen.
Zu beachten:
• Arzneimittel möglichst oral; bis zum SK-Alter am besten als Tr. o. Saft
• Suppositorien nur in bes. Situationen: bei Erbrechen, epileptischem Anfall (Technik muss den Eltern gezeigt werden)
• Dosisanpassung üblicherweise nach KG, selten KOF
• Wg. oftmals fehlender Arzneimittelstudien im Kindesalter: Viele Medikamente sind nicht für Kinder zugelassen o. stehen nicht in kindgerechter
Darreichungsform o. Stärke zur Verfügung
• Bes. Vorsicht bei Neueinführungen auf dem Arzneimittelmarkt: lieber seit Jahren bekannte Präparate verordnen!
• Intramuskuläre Inj. lediglich bei Impfungen, sonst vermeiden
Fieber im Kindesalter
Häufigstes Krankheitszeichen im Kindesalter. Untersuchung, ob bakt. o. virale Inf.; zunächst nichtmedikamentöse Maßnahmen (dünne Kleidung, mehr trinken,
lauwarm abwaschen), Paracetamol o. – zunehmend häufiger eingesetzt, da weniger toxisch bei akzidenteller Überdosierung – Ibuprofen. Frühzeitige Gabe von
Antipyretika bei bekannten Fieberkrämpfen. Antibiotika nur bei bakt. Inf.
Atemwegsinfekte im Kindesalter
Meist viral bedingt, Antibiotika oft unnötigerweise verordnet. Durch sorgfältige Untersuchung: Ursachenklärung, Information der Bezugspersonen.
Bei akut aufgetretenen Atembeschwerden mit hörbarem Atemgeräusch im Kindesalter an Epiglottitis, spastischen Krupp, Pseudokrupp, akute
Laryngotracheitis denken u. sofort Behandlung, ggf. auch stationär, einleiten.
Magen-Darm-Infekte im Kindesalter
Durchfall ist häufigste Magen-Darm-Erkr. im Kindesalter; je kleiner die Kinder, desto höher ist der Wasseranteil am Körpergewicht. Bes.
dehydratationsgefährdet sind daher Kinder im 1. Lj., bes. in den ersten 6 Mon. Sgl. mit entsprechenden klin. Zeichen (trockene Haut u. Schleimhäute,
marmorierte Haut, halonierte Augen, fehlender Tränenfluss beim Weinen, eingesunkene Fontanelle, aufgehobene Hautfalte [Bauchhaut] bleibt zeltförmig
stehen, trockene Windel, herabgesetzte Vigilanz) unbedingt stationär einweisen!
Meist amb. Ther. ausreichend. Faustregel: 50–100 ml/kg Flüssigkeit pro 24 h. Wichtig ist die Flüssigkeitsmenge, weniger die Art der Flüssigkeit:
Lieblingsgetränk des Kindes, z. B. Limonade 1 : 1 mit Wasser verdünnt; teurere Alternative: orale Rehydratationslsg.; möglichst rasch zu normaler Ernährung
übergehen.
Übelkeit u. Erbrechen klingen oft spontan mit löffelweiser Flüssigkeitsgabe ab; Behandlung mit Antiemetika wg. der sedierenden Komponente nur in
schweren Fällen: ab dem 2. Lj. Dimenhydrinat, nur kurzfristige Gabe!
Antibiotika im Kindesalter
Antibiotika nur bei begründetem V. a. bakt. Inf., evtl. Probengewinnung, Schnelltestung bei V. a. Streptokokken, dann empirische Therapie nach vermutetem
Erregerspektrum (sog. Blindtherapie).
33.3.4. Arzneitherapie bei multimorbiden Senioren
Statistisch gesehen nehmen Senioren die meisten Arzneimittel ein, insb. die über 80-Jährigen. Bei weitgehend unveränderter Resorption betreffen altersbedingte
Veränderungen der Pharmakodynamik v. a. die Verteilung u. die renale Exkretion:
• Abnahme des Gesamtkörperwassers u. der Muskelmasse, Zunahme des Fettgewebes: z. B. Hangover nach Benzodiazepinen
• Reduzierung der Serumalbumine: um 20 % vermindert bei Pat. im 80. Lj.: Phenprocoumon, ASS, Phenytoin
• Zunehmende Funktionseinschränkung der Niere mit reduzierter Exkretion wasserlöslicher Arzneimittel, z. B. Digoxin, Ampicillin, Benzylpenicillin,
Captopril, Cefotaxim, Cefuroxim, Cimetidin, Furosemid, Theophyllin; Krea-Clearance berechnen 33.3.5 .
Engmaschiges Medikamentenmonitoring ist auch wg. weiterer Besonderheiten des höheren Lebensalters sinnvoll:
• Häufige Selbstmedikation
• Häufige Einnahme von Vit. u. Vitaminsäften; cave: z. B. WW Grapefruitsaft mit Kalziumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ
• Intermittierende Rechtsherzinsuff. Cave: starke Wirkungsschwankungen der Cumarine; tägl. Gewichtsmonitoring u. kurzfristige INRBestimmungen nötig
• Gefahr: Rezept statt Zuwendung
• Polymedikation: Mut zur Priorisierung! 33.5
• Einschränkung kognitiver Funktionen: Schwierigkeiten, gerade in Zeiten der Arzneimittelsubstitution durch Apotheken, die Medikamente der
Einnahmeverordnung zuzuordnen u. regelmäßig einzunehmen
Multimorbide Senioren haben stark erhöhtes Risiko für UAW o. toxische Effekte. Häufig zitierte Zusammenstellungen (Beers-Kriterien; kanadische
Konsensusliste von McLeod; Priscus-Liste) zählen Wirkstoffe auf, die bei multimorbiden Senioren gehäuft zu Schwierigkeiten bis hin zur stat. Aufnahme
führten. Die FORTA-Klassifikation gibt pos. Hinweise für sinnvolle Auswahl von Medikation im Seniorenalter ( www.umm.uni-heidelberg.de/ag/forta/ ). Tab.
33.15 enthält eine für hiesige Verhältnisse adaptierte Auswahl dieser Medikamente u. Alternativen.
Tab. 33.15 Arzneimittel, deren Verwendung bei Senioren häufig zu Problemen führt, und Alternativen
Potenziell inadäquate
Medikation für ältere
Patienten
Begründung Alternative
Analgetika, Antiphlogistika
• Indometacin
• Acemetacin
• Ketoprofen
• Piroxicam
• Meloxicam
• Phenylbutazon
• Etoricoxib
• Ulkusneigung ↑
• ZNS-UAW ↑
• Etoricoxib: kardiovaskuläres Risiko ↑,
bes. bei weiteren RF (z. B. Hypertonus)
• Physikalische Maßnahmen (Entlastung, Kühlung)
• Paracetamol, Ibuprofen, Metamizol
Opioid-Analgetika
Pethidin Delirrisiko ↑, bes. bei postop. Gabe
• Paracetamol, Ibuprofen, Metamizol
• Opioide mit niedrigerem Delirrisiko (Tilidin/Naloxon, Oxycodon,
Hydromorphon, Buprenorphin, Morphin)
Antiarrhythmika
• Chinidin
• Flecainid
• Mortalität ↑
• ZNS-UAW ↑
• Betablocker
• Verapamil, Diltiazem
• Amiodaron
• Defibrillator-Implantation
Sotalol
• Kardioselektive Betablocker (Metoprolol, Bisoprolol, Carvedilol)
• Amiodaron
• Propafenon
Digoxin
• Kumulation bei altersbedingter
Einschränkung der Nierenfunktion
• Sturzrisiko ↑
• Digitoxin
• Bei Tachykardie, Vorhofflimmern: Betablocker
• Bei Herzinsuff.: ACE-Hemmer, Diuretika etc.
Antibiotika
Nitrofurantoin
• Krea ↑
• Leberfunktion ↓
• Pulmonale UAW ↑
• Cephalosporine, Co-trimoxazol, Trimethoprim u. a. Antibiotika
• Nichtmedikamentöse Maßnahmen (Inkontinenzhilfe, Trinkmenge ↑,
Dauerkatheter)
Antihistaminika
• Clemastin, Hydroxyzin,
Dimetinden
• Chlorphenamin
• Triprolodin
• Kognitive Leistung ↓
• ZNS-UAW ↑ (Krämpfe)
• Kardiovaskuläre UAW ↑
(Kollapsneigung ↑, RR ↓)
Nichtsedierende Antihistaminika ohne anticholinerge Eigenschaften: Cetirizin,
Loratadin, Desloratadin, Ebastin, Mizolastin
Urologische Spasmolytika
• Oxybutynin (retard. u.
nichtretard.)
• Tolterodin (nichtretard.)
• Solifenacin
• Kognitive Leistung ↓
• Anticholinerge ZNS-UAW ↑
• Mundtrockenheit
• Nichtmedikamentöse Maßnahmen (Beckenbodengymnastik, PT,
Verhaltensther.)
• Trospium
Antikoagulanzien, Thrombozytenaggregationshemmer
• Ticlopidin
• Prasugrel
Letales Blutungsrisiko ↑
• ASS
• Clopidogrel
Klassische Antidepressiva
• Amitriptylin
• Doxepin
• Imipramin
• Clomipramin
• Maprotilin
• Trimipramin
• Anticholinerge UAW ↑
• Sturzrisiko ↑
• Delirrisiko ↑
• Thrombembolierisiko ↑
• Trimipramin zusätzl.: HRST ↑,
Reizleitungsstörungen ↑
• Mirtazapin
• SSRI (Citalopram, Escitalopram, Sertralin)
SSRI
Fluoxetin
• Übelkeit
• Schlafstörungen
• Na ↓
• Nichtmedikamentöse Verfahren (z. B. Verhaltensther.)
• Mirtazapin
• Trazodon
• Andere SSRI (z. B. Citalopram, Sertralin)
Antiemetika
Dimenhydrinat
• HRST ↑
• Leberfunktion ↓
• K ↓, Mg ↓
• Domperidon
• Metoclopramid
Alphablocker
• Doxazosin
• Prazosin
• Terazosin
• Apoplexrisiko ↑
• KHK-Risiko ↑
• ACE-Hemmer
• Betablocker
• AT 1
-Blocker
• Kalziumantagonisten
Andere kardiovaskuläre Arzneimittel
• Clonidin
• Reserpin
• Methyldopa
• Kognitive Leistungen ↓
• Depression ↑
• Kollapsneigung ↑
• ACE-Hemmer
• Betablocker
• AT 1
-Blocker
• Kalziumantagonisten
Kalziumantagonisten
Nifedipin (nichtretard.) Lebenserwartung ↓
• ACE-Hemmer
• Betablocker
Potenziell inadäquate
Medikation für ältere
Patienten
Begründung Alternative
Antipsychotika
• Thioridazin
• Fluphenazin
• Levomepromazin
• Perphenazin
• Haloperidol
• Hüftfrakturrisiko ↑
• Anticholinerge UAW ↑
• Extrapyramidale UAW ↑
(Parkinsonismus, Spätdyskinesien)
• RR ↓
• Risiko ventrikulärer Arrhythmien ↑
• Atyp. Antipsychotika (Risperidon)
• Melperon
• Pipamperon
• Andere Sedativa
• Olanzapin
• Bei > 75 J. u. bestehender Demenz
Risiko für zerebrovaskuläres Ereignis ↑
• Sterblichkeitsrisiko ↑
• Clozapin
• Agranulozytoserisiko ↑
• Myokarditisrisiko ↑
• Tachykardie ↑
Laxanzien
Dickflüssiges Paraffin
• Aspirationsrisiko ↑
• Lipid-Pneumonie ↑
• Macrogol
• Laktulose
Muskelrelaxanzien
• Baclofen
• Tetrazepam
• ZNS-UAW ↑
• Kumulation bei Niereninsuff.
• Kumulation bei Leberinsuff.
• Risiko psychotischer Zustände ↑
• GIT-Ulzera ↑ (Baclofen)
• Myoklonien ↑
• Bewegungs- u. Gangunsicherheit ↑
(Tetrazepam)
• Atemdepression ↑ (v. a. Tetrazepam)
• PT
• Tolperison
• Tizanidin
• Alternative zu Tetrazepam: kurz- u. mittellang wirksame Benzodiazepine
(Oxazepam, Lorazepam, Lormetazepam, Zolpidem, Zopiclon, Zaleplon)
Lang wirkende Benzodiazepine
• Chlordiazepoxid
• Diazepam
• Flurazepam
• Dikaliumclorazepat
• Bromazepam
• Prazepam
• Clobazam
• Nitrazepam
• Flunitrazepam
• Medazepam
• HWZ bei Älteren verlängert auf mehrere
Tage
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