Die externen Verfärbungen werden bei der professionellen Mundhygiene entfernt, die restlichen können durch Bleaching beseitigt werden.
Vor u. nach dem Bleaching
• Professionelle Mundhygiene sowie Sanierung des Gebisses vor dem Bleaching
• Austausch von Füllungen frühestens 4 Wo. nach Abschluss des Bleachings
Produkte für das Bleaching Wasserstoffperoxidverbindungen in unterschiedlichen Konz. (10–35 %), meist als Gel ( Tab. 25.3 ). Wenn Zähne
nachgedunkelt sind, kann das Bleichen wiederholt werden.
Tab. 25.3 Produkte für das Bleaching
Bleaching vitaler Zähne Bleaching devitaler Zähne
Home Bleaching (häusliches Bleichen unter Anleitung des Zahnarztes): Carbamidperoxid (10 %)
wird in individuell hergestellter Schiene eingebracht u. für 10–20 d in der Nacht getragen
Internes Bleaching: Mit Natriumperborat wird der
Zahn von innen aufgehellt, dies kann zu
Wurzelresorptionen führen
In-Office-Bleaching: Verwendung von höher konzentrierten Gelen (Carbamidperoxid 35 %) unter
Gingivaschutz. Applikationszeit 10–30 Min., je nach Hersteller
OTC-Bleichprodukte: häusliches Bleichen ohne zahnärztl. Konsultation durch frei verkäufliche
Bleichprodukte; wg. individuell nicht kalkulierbarer NW ist ohne vorherige zahnärztl. Beratung
hiervon abzuraten
Nebenwirkungen Hypersensibilitäten, Schleimhautreizungen sowie vorübergehende Demineralisation der Schmelzoberfläche.
Je höher die H 2 O 2
-Konz., umso aggressiver die Technik, v. a. wenn zusätzliche Energiequellen (Licht o. Hitze) die Wirkung verstärken sollen.
25.10.2. Vollkeramikrestaurationen
Pat. wünschen vermehrt metallfreie u. ästhetisch sehr ansprechende Restaurationen. Diese Erwartungen können durch Restaurationen aus Vollkeramik erfüllt
werden. Sehr gute Langzeitergebnisse bei Versorgungen der Frontzähne mit Keramikschalen (Veneers) o. Einzelkronen. Vollkeramikrestaurationen sind auch
im Seitzahnbereich o. als Brückenversorgung möglich, dort ist jedoch im Vergleich zu klassischen keramikverblendeten Metallgerüsten mit höheren
Misserfolgsraten (insb. Abplatzungen, „Chipping“) zu rechnen. Je nach Festigkeit des verwendeten Materials gibt es auch unterschiedliche
Befestigungsmöglichkeiten (adhäsiv o. mit konventionellen Zementen). Klin. Vorgehen u. technische Herstellung bei Vollkeramikrestaurationen aufwendig u.
teuer.
25.10.3. Implantate zum Ersatz fehlender Zähne sowie zur Verankerung von herausnehmbarem
Zahnersatz
Möglichkeiten der implantatgestützten Versorgung haben traditionelle prothetische Behandlungskonzepte entscheidend verändert.
Vor ca. 30 J. wurden Implantate zunächst nur als Verankerungselement für schlecht sitzende Totalprothesen im Unterkiefer verwendet; in den folgenden
Jahrzehnten entscheidende Erweiterung der ther. Möglichkeiten. Durch neue kieferchir. OP-Methoden können die Implantate heute meist so platziert werden,
dass sie nicht nur funktionellen, sondern auch ästhetischen Erwartungen genügen. Dazu bedarf es einer engen Zusammenarbeit von Zahnarzt, Zahntechniker u.
Kieferchirurg. Ausgehend vom gewünschten prothetischen Ergebnis werden Zahl u. Position der Implantate festgelegt u. diese Information dem
Kieferchirurgen mittels Bohrschablonen übermittelt.
Die Implantate (künstliche Zahnwurzeln) sind meist aus Titan u. haben die Form von Schrauben, um eine höhere Primärstabilität zu gewährleisten. Durch
neue Oberflächen an den Implantaten, die einen schnelleren Implantat-Knochen-Verbund erzielen, ist die Einheilzeit im einfachen Fall auf ca. 6 Wo. verkürzt.
I. Allg. beginnt man nach der Einheilzeit mit der prothetischen Versorgung. Jedes Implantatsystem (hunderte verschiedene Systeme am Markt) ist nur mit
seinen spez. Teilen (Abformpfosten, Kronenaufbauten usw.) verwendbar. Auf gute Mundhygiene muss bes. geachtet werden.
Sehr gute Prognose der implantatgestützten Versorgungen (nach 5 J. Erfolg > 90–95 %). Erhöhung Misserfolgsrate der durch z. B. Rauchen, Knochenerkr.,
Diab. u. gewohnheitsmäßiges Zähneknirschen möglich.
Verlust der Implantate meist durch Periimplantitis (ähnlicher Verlauf wie bei Parodontitis, Knochenabbau, aber schneller u. stärker).
Periimplantitisbehandlungen sind aufwendig u. nur selten langfristig erfolgreich.
Ist ein Implantat nicht eingeheilt o. aus unterschiedlichen Gründen verloren gegangen, kann i. Allg. nach einer gewissen Zeit wieder implantiert werden.
25.10.4. Geroprothetik
Die Menschen werden immer älter, doch trotz besserer Zahnprophylaxe bleibt der Zahnverlust fast gleich, auch wenn er für das jeweilige Individuum erst im
höheren Lebensalter erfolgt.
Die Geroprothetik strebt die lebenslange Sicherung des oralen Komforts mit angemessenen Behandlungsmaßnahmen an. Sie hat viele Facetten u. reicht vom
anspruchsvollen älteren Pat., dem das jugendliche Erscheinungsbild immer wichtiger wird, über den Senior, der mit dem neuen Zahnersatz v. a. eine
funktionelle Verbesserung erwartet, bis hin zum chron. kranken u. pflegebedürftigen Pat.
Um den älteren Pat. entsprechend versorgen zu können, bedarf es eines breiten zahnärztl. Therapiespektrums von der Prophylaxe über konservierende,
sanierende Maßnahmen, oral-chir. implantolog. Eingriffe bis zu diversen prothetischen Maßnahmen.
Für den Langzeiterfolg jeder Maßnahme ist entscheidend, inwieweit Pat., Pflegepersonal o. Angehörige motiviert o. imstande sind, eine ausreichende
Mundhygiene ( 25.8.2 ) zu betreiben. Hier öffnet sich dem HA, v. a. in Heimen, ein weites Beratungsfeld.
Doch auch der vollständig zahnlose Pat. ist nach wie vor Realität. In der Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen sind ca. 25 % Totalprothesenträger, u. je älter
die Bevölkerung wird, umso mehr Zahnlose gibt es.
Dies hat große Auswirkungen auf die Fähigkeit, neuen Zahnersatz zu inkorporieren, denn je älter jemand ist, umso geringer ist seine Adaptationskapazität.
Daher ist es bei sehr alten Pat. häufig erfolgversprechender, den vorhandenen Zahnersatz durch Unterfütterung u. Einschleifen der Okklusion zu verbessern, als
neuen Zahnersatz herzustellen, an den sich der alte Pat. gar nicht mehr gewöhnen kann.
161,134,225,5,120,227,250,178,179,49,116,47:elhF3yQ0v/tWvX0QM9krYw46k5t3ECMBWJTGtUkOFkqn4eatHq6B3rJuGTGovV47/Xs94iCtMMH5PopbNd7PM7n+s4g80PsnFd/DkWBs7cKqao6JZj6hLuBNUoAhbhSLHSmWih
2 7
Schmerztherapie
Gabriele Fobbe, und Martina Heßbrügge
27.1 Multimodale Schmerztherapie in hausärztlicher Verantwortung
27.1.1 Hausärztliche Kernaufgabe
27.1.2 Anamnese u. Untersuchung
27.2 Schmerztherapie
27.2.1 Medikamentöse Therapie
27.2.2 Therapeutische Lokalanästhesie (TLA)
27.2.3 Akupunktur
27.2.4 Physikalische Therapie
27.2.5 Psychologische Schmerztherapie
27.2.6 Chirotherapie
27.3 Spezielle Schmerzkrankheiten
27.3.1 Stumpf-/Phantomschmerzen
27.3.2 Postherpetische Neuralgie (Zosterneuralgie)
27.4 Internetadressen
27.1. Multimodale Schmerztherapie in hausärztlicher Verantwortung
27.1.1. Hausärztliche Kernaufgabe
Akute u. chron. Schmerzen sind häufige Behandlungsanlässe der hausärztl. Tätigkeit. Erfolgreiche Schmerzbehandlung (akut/chron./Schmerzkrankheit)
erfordert Differenzierung der Schmerzformen u. deren Behandlungsmöglichkeiten. Individualisierte Schmerzbehandlung setzt sicheren Umgang mit
vielfältigen medikamentösen/nichtmedikamentösen Therapieoptionen voraus. HA ist Koordinator des multimodalen Therapiekonzepts.
Frühe adäquate Schmerzther. verhindert Schmerzchronifizierung u. ist HA-Kernkompetenz.
Schmerzdefinition Unangenehmes Sinnes- u. Gefühlserlebnis, das mit aktueller/potenzieller Gewebsschädigung einhergeht o. mit Begriffen einer solchen
Schädigung beschrieben wird (1979, International Association for the Study of Pain). Schmerz unterliegt als subjektive Wahrnehmung neuronalen Signalen der
Nervenfasern, wird individuell reguliert über komplexe Vorgänge (Schmerzmodulation).
• Akuter Schmerz : Warnsympt. einer Verletzung/Gewebsschädigung, lässt sich aufgrund Zuordnung zu geschädigtem Organsystem gezielt
behandeln
• Chron. Schmerz : besteht rezid. o. > 6 Mon. (Fragebogen „Graduierung Chronischer Schmerz GCS“ zur Verlaufsbeurteilung)
• Chronifizierung (sog. Schmerzkrankheit ): eigenes Krankheitsbild mit somatischen u. psychischen Aspekten, erlebte Schmerzen häufig von
eigentlicher Schmerzursache gelöst, Stadieneinteilung nach dem Mainzer Pain-Staging Score (MPSS, 27.4 ) unter Berücksichtigung von Lage, Zeit,
Medikation, Patientenkarrriere (→ biopsychosoziales Schmerzkonzept).
Schmerzformen (Einteilung nach Pathogenese) Tab. 27.1 .
Tab. 27.1 Schmerzformen, Einteilung nach Pathogenese
Schmerzform Charakter Lokalisierbarkeit Beispiel
Viszeral (nozizeptiv) dumpf, drückend, bohrend, kolikartig schwierig, ausstrahlend Gallenkolik, Magenulkus
Tief somatisch (nozizeptiv) stechend, bohrend
relativ gut,
bewegungsabhängig
Pleuritis, AVK, Myalgie
Oberflächlich somatisch
(nozizeptiv)
stechend, brennend gut lokalisiert Verbrennung
Neuropathisch
brennend-anhaltend, stechend,
einschießend
gut lokalisiert Zoster, Phantomschmerz, PNP, MS
Psychogen drückend, affektiv diffus, wechselnd
Depression, maladaptive
Stressverarbeitung
Mixed pain Nozizeptive u. neuropathische Komponenten Infiltr. Tumor, CRPS, chron. Lumbalgie
Rechtslage Nach § 1 Abs. 2 der Berufsordnung hat jeder Arzt die Pflicht zur Linderung des Leidens, d. h., jeder Pat., bes. mit Akutschmerzen, muss vom
Arzt untersucht u. behandelt werden; ggf. Fachkollegen hinzuziehen.
Dokumentation Schmerzfragebogen der Dt. Schmerzgesellschaft ( 27.4 ). Untersuchungsbefunde inkl. Indikation, Behandlung, Unverträglichkeiten
schriftlich dokumentieren, insbes. Aufklärung zu medikamentösen Maßnahmen u. parenteraler Applikation.
Verkehrsrechtliche Aspekte Fahrtüchtigkeit (↓)–↓↓, v. a. zu Behandlungsbeginn mit Opiaten (Miosis beeinträchtigt Fahren v. a. bei Dunkelheit); wg.
möglicher straf-/zivilrechtlicher Konsequenzen Pat. unbedingt initiativ u. intensiv aufklären, Dokumentation! Bei offensichtlich fahruntüchtigen,
uneinsichtigen Pat. Polizei informieren u. auf rechtfertigenden Notstand berufen.
27.1.2. Anamnese u. Untersuchung
Allgemeine Anamnese s. „Rumpfanamnese“ 1.6.1 .
Beispiel akuter Rückenschmerz
• Red Flags: bds. Ischialgie, bds./einseitig ausgeprägte Parese, Blasen-Mastdarm-Parese, Reithosenanästhesie, Fieber, Gewichtsverlust, Unfall, Alter
(< 20, > 50 J.), Komorbidität
• Yellow Flags: psychische Faktoren, Angst, Depression, Sucht, sek. Krankheitsgewinn
Spezielle Schmerzanamnese
• Schmerzlokalisation: mit einem Finger zeigen lassen
• Schmerzausstrahlung: Head-Zonen beachten
• Schmerzcharakter: z. B. dumpf, bohrend, stechend, brennend
• Schmerzbeginn, Schmerzauslöser, Schmerzspitzen, Besserung der Schmerzen
• Schmerz im Tagesverlauf, Schmerztagebuch
• Schmerzintensität, VAS 1–10
• Missempfindungen: Hyp-, Hyperästhesie, Hyp-, Hyperalgesie, Allodynie
• Begleitsympt., z. B. Übelkeit, Schwindel, abhängig vom betr. Organsystem
• Komorbidität
• Selbstther., Eigenmedikation
• Visuelle Analogskala (VAS): 10 cm lange Linie, Endpunkte: „kein Schmerz“ (0), „unerträglicher Schmerz“ (10). Pat. markiert darauf seine
subjektiv empfundene Schmerzstärke.
• Numerische Ratingskala (NRS) : entspricht numerischer Einteilung der VAS mit einer Einheit/Zentimeter.
Psychosoziale Anamnese Chron. Schmerzen beeinflussen soziale Interaktionen durch psychische Auswirkungen (Unlustgefühle, Reizbarkeit, reaktive
Depression, algogenes Psychosy.). Schmerzen werden evtl. auch bewusst/unbewusst durch Konflikte in Familie, Arbeitsleben, durch soziale Verpflichtungen
verstärkt. Schmerz u. U. auch führendes Symptom einer Depression ( 22.7.6 ).
Schmerz ist subjektives Symptom; Bewertungen/Diskussionen mit differenziertem Schmerzverständnis nicht vereinbar.
Körperliche Untersuchung Ganzkörperstatus (u. a. Bewegungsapparat, orientierende neurolog. Unters., Beachtung vegetativer Störungen.
Labor Symptomorientiert; BB, GGT, GOT, GPT, Lipase, LDH, HS, Krea, CRP, BSG, E’lyte. Weiterführende Diagnostik Bildgebende Verfahren, fachspez. Unters. unter Berücksichtigung bereits vorliegender Befunde. Cave: Falsche Ind. zur
weiteren Diagn. führt oft iatrogen zur Schmerzchronifizierung.
Sensibilitätsstörungen
• Analgesie / Hypoalgesie : fehlende/verminderte Schmerzempfindung bei normalerweise schmerzhaften Reizen
• Dysästhesie: unangenehme/abnorme Empfindung, spontan entstehend o. provoziert, fließender Übergang zur Allodynie
• Allodynie: neuropathischer Schmerz durch einen Reiz, der normalerweise keinen Schmerz auslöst (Berührung, Kälte, Wärme)
• Hyperalgesie: verstärkte Empfindung auf einen schmerzhaften Reiz (mechanisch/thermisch, z. B. Windhauch, Dusche)
• Hyp-/Hyperästhesie : herabgesetzte/verstärkte Empfindung auf einen schmerzhaften u. nicht schmerzhaften Reiz
• Parästhesie: z. B. Kribbeln o. taubes Gefühl in Händen/Beinen, ohne schmerzhafte Empfindung
27.2. Schmerztherapie
27.2.1. Medikamentöse Therapie
Empfehlungen für Kinder 16.15.1 .
Nichtopioid-Analgetika
Bei leichten Schmerzen sind Nichtopioid-Analgetika effektiv. Bei Knochen-/ Weichteilschmerzen sind NSAID aufgrund entzündungshemmender
Eigenschaften besonders wirksam. Reduzierter AZ erhöht NW-Rate ( Tab. 27.2 ).
Tab. 27.2 Nichtopioid-Analgetika, Antipyretika , Antiphlogistika (NSAR)
Wirkstoff Darreichung Dosierung Indikation
Paracetamol
(Paracetamol Abz ® ,
Paracetamol AL ®
,
Perfalgan ® Inf.-Lsg.)
• Tbl., Kps. à 500 mg
• Supp. à 125, 250, 500,
1.000 mg
• Saft: 40 mg/ml
• Inf.: 10 mg/ml
ED: 1–4 × 500–
1.000 mg/d
TD: max. 4 g/d
Bei Kindern bis 50
kg nach kg KG
Medikament der Wahl bei Kindern, Grav., Stillzeit, Pat. unter Antikoagulation
NW: Urtikaria, Bronchospasmus (selten), schwere Nieren- u.
Leberfunktionsstörungen
KI: G6PD-Mangel, M. Meulengracht, Leberschaden
Acetylsalicylsäure
(z. B. Aspirin Bayer ®
)
• Tbl. à 400, 500 mg,
• Inf.: 1000 mg
ED: 1–3 × 500–
1.000 mg/d
TD: max. 4 g/d
Kopfschmerz, antipyretisch
NW: Gerinnungsstörungen, Gastralgie, Allergie
KI: hämorrhagische Diathese, GIT-Ulzera, Asthma, Steroidgabe, Hyperurikämie,
Alter< 15 J.
Diclofenac
(z. B. Diclo CT ® )
• Tbl., Kps., Drg. à 25,
50, 75, 100, 150 mg
• Supp. à 50, 100 mg
• Amp. à 50 mg
• Schmerzpflaster à 140
mg
ED: 1–4 × 25–
150 mg/d
TD: max. 150
mg/d Antiphlogistisch, antipyretisch
NW: wie ASS, Fotodermatitis, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Durchfall,
RR-Erhöhung, Naproxen: eosinophile Pneumonie, lange HWZ
KI: wie ASS, Niereninsuff.; Herzinsuff. NYHA II–IV; KHK, pAVK,
zerebrovaskuläre Insuff., hepatische Insuff., grav. im letzten Drittel
Cave: Dauerther., evtl. PPI-Komedikation, Nierenwerte; Ind. streng stellen
Ibuprofen
(z. B. Ibu AL ® )
• Tbl. à 400, 600, 800
mg, Supp zu 600 mg
• Saft
ED: 1–3 × 400–
600 mg/d
TD: max. 1.600–
2.400 mg/d
Naproxen
(z. B. Naproxen-CT ®
)
Tbl. à 200, 250, 500,
750 mg
ED: 1–2 × 250–
500 mg/d
max. 1,25 g/d
Celecoxib
(z. B. Celebrex ® ) Kps. à 100, 200 mg
ED: 1–2 × 100–
200 mg/d
TD: max. 400
mg/d NSAR (COX-2-Hemmer)
NW u. KI: wie ASS u. NSAID
Cave: kardiovaskuläres Risiko beachten
Etoricoxib
(z. B. Arcoxia ® )
Tbl. à 30, 60, 90, 120
mg
ED: 1–2 × 30–
120 mg/d
TD max. 120
mg/d, max. 8 d
Metamizol
(z. B. Novaminsulfon
ratiopharm ® )
• Tbl., Kps. à 500 mg
• Supp. à 300 mg
• Tr. à 500 mg/ml
• Amp. à 1.000, 2.500
mg)
ED: 1–4 × 500–
1.000 mg/d
TD: max.
4 g/d
Stark antipyretisch, spasmolytisch, gering antiphlogistisch
NW: Agranulozytose (selten), psychische Sy., Allergie, Anaphylaxie, RR-Abfall
KI: akute hepatische Porphyrie, G6PD-Mangel, Pyrazolallergie, Störung der
Hämatopoese
Cave: i. v. langsam injizieren!
Mittelstark wirksame Opioide
Ind.: leichte u. mittlere Schmerzen, retardierte Form bevorzugt bei chron. Schmerzen. Voraussetzung für gute Wirksamkeit ist erhaltene Leberfunktion ( Tab.
27.3 ).
Tab. 27.3 Mittelstark wirksame Opioide (keine BtM-Rezeptpflicht)
Wirkstoff Darreichung Dosierung Indikation
Tramadol
(z. B. Tramal ® )
• Tbl. à 50, 100, 150,
200 mg
• Amp. à 50, 100 mg
• Supp. à 100 mg
• Tr. à 100 mg/ml
ED: Retard
1–2 × 50–
200 mg/d
TD: max. 400
mg/d
Nozizeptiver Schmerz; Tramal auch bei neuropathischem Schmerz
NW: Obstipation (Ther. 8.6.2 u. 8.1.10 ), Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, Miosis,
Nachtschweiß, Harnretention, Euphorie, Abhängigkeit, Toleranzentwicklung,
Sedierung, Atemdepression
Rel. KI: Suchterkr., Opiatabhängigkeit, chronifizierter Schmerz
Cave: Fahrtüchtigkeit
DHC auch antitussiv wirksam, stark obstipierend
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