Desinfektionsmaßnahmen sind Mit
tel und Verfahren aus der Liste des Robert Koch-Instituts
(RKI) anzuwenden.
Das angewendete Desinfektionsmittel muss gut verträg
lich sein, wenn es auf menschlichem Gewebe eingesetzt wird,
und darf keine schwerwiegenden Nebenwirkungen haben.
Ein Desinfektionsmittel für Gegenstände und Flächen
muss materialverträglich, leicht anwendbar, kostengünstig und
umweltverträglich sein. Es darf nicht durch andere S ubstanzen
(z. B. Blut) in seiner Wirksamkeit eingeschränkt werden.
..Tab. 1.1
Unter physikalischer Desinfektion verstehen wir die An
wendung von trockener oder feuchter Hitze und Strahlen,
unter chemischer Desinfektion die Anwendung chemischer
Wirkstoffe. Beide Prozesse können kombiniert angewendet
werden, dann sprechen wir von einem chemothermischen
Verfahren.
Dieses wird häufig im geschlossenen System eines Reini
gungs- und Desinfektionsgeräts (RDG) (7 Kap. 22) ange
wendet.
Desinfektionsmittel
Die häufigsten Desinfektionsmittel sind in . Tab. 1.1 aufge
führt.
Häufig eingesetzte Desinfektionsmittelwirkstoffe mit ihren jeweiligen Einsatzgebieten, Vorteilen und Nachteilen
Wirkstoff
Einsatzgebiet
Vorteile
Nachteile
Alkohol:
Ethanol, n-Propanol,
Isopropanol (meist als 70%iges
Alkohol-Wasser-Gemisch)
Haut- und Händedesinfektion
kleine Flächen
breites, mikrobizides Wirk
spektrum
schneller Wirkungseintritt
gute Hautverträglichkeit
nicht wirksam gegen Sporen und unbehüllte Viren
leicht entzündlich
Explosionsgefahr
Aldehyde:
Formaldehyd, Glutaraldehyd,
Glyoxal
Flächen- und Instrumenten
desinfektion
breites mikrobizides Wirk
spektrum
gute Materialverträglichkeit
in der Umwelt gut abbaubar
kostengünstig
in hohen Konzentrationen kanzerogen,
starke Geruchsbelästigung
allergisierend
Reizung der Schleim- und Augen
bindehaut
Eiweißfehler
Oberflächenaktive Substanzen:
(QAV = quarternäre Ammonium
verbindungen), Biguanide,
Octenidin, Chlorhexidin
Flächendesinfektion
auch Bestandteil von Hautund Händedesinfektionsmitteln
meist in Kombination mit
anderen Wirkstoffen
antiseptische Waschlotion
gute Haut- und Materialverträglichkeit
gute Reinigungsleistung
geringe Geruchsbelästigung
keine Hautreizungen
kostengünstig
eingeschränktes Wirkspektrum
( Eiweißfehler, Seifenfehler)
bei fortgesetzter Anwendung klebrige
Beläge auf Oberflächen
eingeschränkter Abbau im Abwasser
Sauerstoffabspaltende
erbindungen/Oxidanzien:
V
Peressigsäure, Ozon
Flächen- und Instrumenten
desinfektion
Wasseraufbereitung
breites, mikrobizides Wirk
spektrum
schneller Wirkungseintritt
umweltverträglich
Eiweißfehler
korrosiv
instabile Lösung
(brennbar, explosiv)
Ozon: toxisch
Halogene:
Chlor, Jod (auch in Form
rganischer
o
Komplexe als PVP-Jod)
Chlor:
Trink- und Badewasser, Abwasser,
Ausscheidungen, Wäschedesinfektion, Antiseptikum (Mundund Gurgelwasser als Natrium
hypochlorid, z. B. Chlorhexidin)
Jod:
Hautdesinfektion, Schleimhaut
antiseptik
Schneller Wirkungseintritt
breites mikrobizides Wirk
spektrum
Chlor:
bei hoher Eiweißbelastung Chlor
zehrung
als elementare Substanz: stark hautund schleimhautreizend und Metalle
angreifend
Jod:
Gefahr der Jodallergie
Alkylamine:
(Glukoprotamin)
Flächen- und Instrumenten
desinfektion
breites, mikrobizides Wirkspektrum
geruchsneutral
gute Reinigungsleistung
biologisch gut abbaubar
Wirkungslücke bei Polioviren
keine Materialverträglichkeit bei
S ilikonprodukten
Phenole:
früher Karbol, (Methylphenol)
genannt
Flächendesinfektion
Ausscheidungen
Wäschedesinfektion
sehr gute Reinigungsleistung
geringer Eiweißfehler
hohe Toxizität
irritative Wirkung (korrosiv, hautätzend)
in der Umwelt schwer abbaubar, der
Einsatz sollte deshalb vermieden werden
Metalle:
Silber, Kupfer, Quecksilber
Wasserdesinfektion
Silber: Wundauflagen, Beschichtung von Kathetern
in organischen Komplexen sensibili
sierend und allergieauslösend
umweltschädlich
1
20
1
Kapitel 1 · Hygiene
Händedesinfektion
j
jHygienische Händedesinfektion
>>Die hygienische Händedesinfektion ist die effektivste
Maßnahme zur Verhütung von nosokomialen Infek
tionen!
Ziel der hygienischen Händedesinfektion ist es, die transiente
Flora (sog. Kontaktkeime) abzutöten, unter denen sich auch
viele Infektionserreger befinden. Dadurch werden die Hände
als Infektionsquelle und Überträger ausgeschaltet.
Der Desinfektionsmittelspender wird mittels Ellenbogen,
einer Lichtschranke oder eines Fußbedienknopfs betätigt,
keinesfalls mit der Hand. Das Ziel besteht darin, die transien
te Hautflora (auch als zeitweilige Flora bezeichnet) zu deakti
vieren. Das bedeutet, alle Keime, die sich vorübergehend auf
der Haut befinden, werden unschädlich gemacht.
Mindestens 3 ml eines Desinfektionsmittels werden zu
nächst in die hohle Hand gegeben und dann über die Hände
verteilt. Die Hände werden mindestens 30 Sekunden mit dem
Desinfektionsmittel eingerieben. Dabei ist darauf zu achten,
dass die Fingerkuppen, die Nagelfalz, die Fingerzwischenräu
me und der Daumen mit Desinfektionsmittel eingerieben
werden. Mit der sog. standardisierten Einreibemethode
wird verhindert, dass an diesen Stellen der Hand Benetzungs
lücken entstehen.
Nach der vorgeschriebenen Einwirkzeit (s. Herstelleran
gabe) muss das Mittel vollständig in die Haut eingerieben und
die Hände trocken sein.
Die Händewaschung sollte auf ein Minimum reduziert
werden, da übermäßiges Waschen den Säureschutzmantel der
Haut schädigt. Lediglich bei Verschmutzung der Hände, nach
Toilettenbesuch oder vor Beginn und Ende des Dienstes ist es
noch sinnvoll, die Hände mittels Seifenlotion zu reinigen.
Befinden sich grobe Verschmutzungen an den Händen,
sind diese zunächst vorsichtig unter fließendem Wasser abzu
spülen. Dann werden die Hände mit Seifenlotion gewaschen,
gut abgetrocknet und anschließend desinfiziert. Kleinere Ver
schmutzungen können mit einem desinfektionsmittelge
tränkten Einwegtuch entfernt werden.
j
jChirurgische Händedesinfektion
Jeder Mitarbeiter, der sich unmittelbar an einer Operation
beteiligt und sich dafür mit einem sterilen Kittel und sterilen
Handschuhen bekleiden muss, führt vorher eine chirurgische
Händedesinfektion durch.
Diese hat das Ziel, die transiente Flora (s. o.) zu eliminie
ren und die residente Flora (auch als Standortflora bezeich
net) so weit wie möglich zu reduzieren. Die hier unschädlich
gemachten Keime (z. B. Staphylococcus epidermis) bewirken
auf der gesunden Haut nichts, können jedoch in den Wunden
anderer Menschen Infektionen hervorrufen, deshalb muss
unbedingt vermieden werden, sie auf den Patienten zu über
tragen.
>>Die chirurgische Händedesinfektion dient ausschließ-
lich dem Schutz des Patienten vor einer postoperativen
Wundinfektion!
Damit die Händedesinfektion den gewünschten Erfolg zeigt,
muss die Haut intakt und gepflegt sein. Hand- und Unterarm
schmuck sind nicht erlaubt. Nagellack oder künstliche Fin
gernägel sind zu entfernen. Die Nägel sind sauber, kurz und
rund geschnitten.
Eine vorherige Waschung mit Wasser und Seife ist nur
noch vor der ersten Operation des Tages oder bei längeren
Unterbrechungen zwischen zwei Operationen als notwendig
anzusehen. Die Benutzung einer Bürste verletzt die Hautober
fläche und erhöht dann die Gefahr der Keimansiedlung. Da
her sollte sie nur noch zum Einsatz kommen, um beispiels
weise Blutreste nach einer Handschuhperforation unter den
Fingernägeln zu entfernen.
Jedoch ist es empfehlenswert, vor Dienstbeginn die Hände
zu waschen und gut abzutrocknen, um Bakteriensporen zu
entfernen. Nur trockene Haut gewährleistet einen vollen Er
folg der eingesetzten Desinfektionsmittel.
Die chirurgische Händedesinfektion dauert länger als die
hygienische, dabei müssen die Angaben des Herstellers des
benutzten Mittels unbedingt eingehalten werden. In der Regel
hängt an den Waschplätzen vor den Operationssälen eine
Desinfektionsanleitung.
Die Hände und die Unterarme werden bis zum Ellen
bogen desinfiziert. Das Einreiben des Präparats ist in einer
EU-Norm (EN 12791) festgelegt. Auch hier ist besonders auf
die Nagelfalz, den Zwischenfingerraum, die Fingerkuppen
und den Daumen zu achten.
Bevor die sterilen Handschuhe angelegt werden, müssen
die Hände trocken sein. Das Händedesinfektionsmittel kann
nur wirken, wenn es in die Haut eingerieben wurde. Bei tro
ckener Haut sinkt außerdem das Risiko von Hautirritationen,
und die Handschuhe lassen sich besser anziehen.
Nach dem Ablegen der Handschuhe werden die Hände
gewaschen, desinfiziert und mit einer Schutzcreme versorgt,
um Infektionen und Hautirritationen vorzubeugen.
Haut- und Schleimhautdesinfektion
Vor einer Operation wird die Haut des Patienten vorbereitet
und desinfiziert. Studien haben bewiesen, dass eine vorberei
tende Rasur nicht am Vorabend durchgeführt werden soll,
um Hautläsionen zu vermeiden, die als Eintrittspforten für
Krankheitserreger dienen. Muss ein Hautareal unbedingt ra
siert werden, sollte das nur unmittelbar vor der Operation
erfolgen. Weniger traumatisch für die Haut ist eine Haarkür
zung, die mit einem geeigneten Haarschneider standardisiert
durchgeführt wird.
Makroskopische Hautverschmutzungen werden vor einem
operativen Eingriff mit einer antiseptischen Lösung ent
fernt.
Da die Haut und die Schleimhaut natürlicherweise mit
Mikroorganismen besetzt sind, muss vor einem operativen
Eingriff versucht werden, die Keimanzahl zu reduzieren um
sie nicht in die Tiefe zu verschleppen.
Die Desinfektionsmittel sind gelistet (. Tab. 1.1) und für
Haut oder Schleimhaut zugelassen. Sie werden mit einer ste
rilen Zange und sterilen Tupfern manuell aufgetragen, begin
nend an der Inzisionsstelle. Für die erforderliche Einwirkzeit
21
1.1 · Allgemeine Hygiene
muss auch hier auf die Herstellerangabe verwiesen werden,
eine Minute ist jedoch Mindestanforderung.
Gern werden für die Hautdesinfektion gefärbte Lösungen
benutzt, weil makroskopisch ersichtlich ist, wie viel der Haut
desinfiziert wurde. Das RKI empfiehlt alkoholische Präparate.
Bei der Schleimhausdesinfektion werden Wirkstoffe wie Oc
tenidin, PVP-Jod oder Chlorhexidin eingesetzt.
Bei der Hautdesinfektion zur Vorbereitung eines operati
ven Eingriffes ist darauf zu achten, dass der Patient nicht auf
einer Desinfektionsmittelpfütze liegen bleibt (7 Abschn. 2.8).
Flächendesinfektion in Funktionsbereichen
Um Keimansammlungen auf Gegenständen, Flächen und
Medizinprodukten in Risikobereichen (z. B. OP) zu vermei
den, wird regelmäßig eine Flächendesinfektion durchgeführt.
Dazu werden zeitnah korrekt gemischte Desinfektionslösun
gen hergestellt, die über eine Scheuer-Wisch-Desinfektion
manuell aufgebracht werden. Sind die Flächen mit organi
schem Material verschmutzt (Blut, Eiter, o. Ä.) müssen die
Verunreinigungen vorher mit einem desinfektionsmittelge
tränkten Tuch entfernt werden. Keinesfalls darf der Desinfek
tionslösung Seifenlösung zugegeben werden!
Die benutzten Wischmaterialien werden nach der An
wendung desinfizierend aufbereitet und getrocknet.
Die Desinfektionslösung darf abgedeckt maximal einen
Tag stehenbleiben. Das Reinigungspersonal wird dement
sprechend eingewiesen. Sobald die desinfizierte Fläche sicht
bar trocken ist, darf sie im Normalfall wieder benutzt werden.
1.1.8
Nosokomiale Infektionen
Begriffsbestimmung
Als nosokomiale Infektion bezeichnen wir jede Infek
tion, die ein Patient sich im Krankenhaus zugezogen hat.
Die amtliche Definition des Begriffes nosokomiale Infektion (NSI) ist festgelegt im Infektionsschutzgesetz
(IfSG § 2). Demnach ist eine NSI:
55 Eine Infektion mit lokalen oder systemischen Infek
tionszeichen als Reaktion auf das Vorhandensein von
Erregern oder ihrer Toxine, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer stationären oder einer ambu
lanten medizinischen Maßnahme steht, soweit die
Infektion nicht bereits vorher bestand.
Um die Ausbreitung nosokomialer Infektionen zu begrenzen
und einzudämmen, wird im § 23 des IfSG das Robert KochInstitut (RKI) damit beauftragt, «Empfehlungen zur Präven
tion nosokomialer Infektionen sowie zu betrieblich-organisa
torischen und baulich-funktionellen Maßnahmen der Hygie
ne in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrich
tungen» zu erstellen (Kommission für Krankenhaushygiene
und Infektionsprävention, KRINKO). Diese Kommission er
stellt mit der Änderung des IfSG von 28.07.2011 «Antiinfek
tiva, Resistenz und Therapie» Empfehlungen, die allgemeine
Grundsätze für Diagnostik und antimikrobielle Therapie ent
halten, dabei beschäftigt sie sich insbesondere mit Infektio
nen durch resistente Krankheitserreger. Diese Empfehlungen
werden regelmäßig überarbeitet und vom Robert Koch-Insti
tut veröffentlicht (www.rki.de).
>>Bei der Entstehung einer NSI unterscheiden wir zwischen
einer exogenen und einer endogenen Infektion.
44Bei einer exogenen Infektion wird der Erreger direkt
aus der Umgebung aufgenommen. Die Übertragung
kann dabei über die Hände des Personals, kontaminierte
Gegenstände, Wasser oder Luft, kontaminierte Nahrung,
Injektionen o. Ä. stattfinden.
44Gehört der krankmachende Erreger eigentlich zur
«Normalflora» des Menschen, wird die Erkrankung vom
RKI als «primär endogene nosokomiale Infektion» ein
gestuft.
44Werden die Erreger während des Krankenhausaufent
halts zu einem Teil der patienteneigenen Flora und ent
wickelt sich daraus eine Infektion, wird diese als «sekundär endogen» bezeichnet.
Ursachen und Risikofaktoren
Nosokomiale Infektionen werden durch folgende Risiko
faktoren begünstigt:
44Patientenfaktor: Weil der Patient durch seine primäre
– oft schwere – Erkrankung schon beeinträchtigt ist,
ist er für Keime, die in der Klinik zu finden sind, sehr
empfänglich. Zusätzliche Faktoren wie Alter, Immun
schwäche, Mangelernährung, Tumorerkrankungen usw.
können das Risiko noch erhöhen.
44Umweltfaktoren: In der Krankenhausumgebung haben
Infektionserreger häufiger die Möglichkeit, sich auszu
breiten, weil viele kranke Menschen auf relativ engem
Raum zusammen sind. Nicht korrekt aufbereitete Geräte
oder nachlassende Disziplin bei der Händedesinfektion
schaffen gute Bedingungen für die Übertragung der
Keime.
44Mikrobiologische Faktoren: Typische Erreger von NSI
wie der Staphylococcus aureus, gramnegative Keime wie
Escherichia coli, Klebsiella oder Serratia, die häufig zur
Normalflora des Menschen gehören, können bei Ver
schleppen eine Infektion auslösen. Die stetige Zunahme
antibiotikaresistenter Keime und das Auftreten beson
ders infektiöser Erreger, wie der Noroviren, stellen zu
sätzliche Gefahren dar.
44Behandlungsfaktoren: Immer mehr invasive Maßnah
men wie Operationen, invasive Diagnostik und Therapie
(z. B. Katheter, Beatmung, Dialyse) werden durchgeführt
und lassen so Eintrittsmöglichkeiten von Erregern in
den Körper entstehen. Zudem minimieren medikamen
töse Therapien das patienteneigene Immunsystem.
Häufigkeit in Deutschland
1994 wurde eine repräsentative bundesweite Studie zum Vor
kommen nosokomialer Infektionen in Deutschland durchge
führt (NIDEP 1: nosokomiale Infektionen in Deutschland –
1
Kapitel 1 · Hygiene
22
1
Erfassung und Prävention). Die Patienten kamen aus unter
schiedlichen Kliniken und wurden in den verschiedensten
Fachrichtungen behandelt. Das Ergebnis zeigte, dass Harn
weginfektionen und Infektionen der unteren Luftwege die
häufigsten Infektionen waren, gefolgt von postoperativen
Wundinfektionen und der Sepsis.
Erreger
Bei nosokomialen Pneumonien auf Intensivstationen domi
nieren Staphylococcus aureus, Pseudomonas aeruginosa und
Klebsiella, bei den Fällen einer kathetherbedingten Sepsis
sind es Staphylococcus epidermidis, S. aureus und Entero
kokken (11%). Nosokomiale
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