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coinad

4/6/26

 Schritten:

44die Trockenheitskontrolle, hier streicht der Springer mit

seiner Hand über das innere Vlies und

44die Lochkontrolle, indem er das innere Papier gegen das

Licht hält.

Ist kein Loch oder Feuchtigkeit vorhanden, wird die Bestätigung bezüglich der Sterilität des Siebes klar geäußert.


Befinden sich die Siebe in Instrumentencontainern, werden

diese vorsichtig, unter vorheriger Kontrolle des Sterilitätsindikators und der Unversehrtheit des Sicherheitsverschlusses,

geöffnet. Der Instrumentant entnimmt das Sieb aus dem

Container und der Springer führt eine Feuchtigkeitskontrolle

durch.

Verbrauchsmaterialien werden erst unmittelbar vor dem

Gebrauch geöffnet,

44damit sie möglichst lange steril bzw. kontaminationsfrei

gelagert werden (eine Ablagerung von Mikroorganismen

durch Raumaufwirbelungen zu verhindern), und

44aus wirtschaftlichen Aspekten, falls die Operation

einen anderen Verlauf als den geplanten nimmt, werden

die nicht benötigten Einwegmaterialien ansonsten verworfen.

Zum Öffnen einer Peelpackung werden die Ränder vorsichtig auseinandergezogen, sodass die Packung an den Schweißnähten geöffnet werden kann.

Beim Anreichen darf der Springer nicht über die sterilen Flächen greifen und das Material darf keinesfalls auf

­einen steril abgedeckten Tisch geworfen werden. Die Ab­

nahme erfolgt vom Instrumentanten mit einer anatomischen

Klemme.

Sterile Spüllösungen werden unter aseptischen Bedingungen kurz vor Gebrauch eingefüllt. Ideal sind Flaschen mit

einem Drehverschluss, der nach Gebrauch sofort verschlossen werden muss.

Brechampullen müssen vor Gebrauch desinfiziert werden. Nach Einhaltung der Einwirkzeit wird unter Verwendung einer Kompresse oder eines Tupfers zum Selbstschutz

der Ampullenkopf abgebrochen. Das Aufziehen der Lösung

erfolgt mit einer sterilen Kanüle, die in der Ampulle verbleibt

und vom Springer fachgerecht entsorgt wird.

Bei Durchstichfläschchen wird der Gummistopfen desinfiziert, der Instrumentant sticht einen sog. Spike ein, darüber

kann die gewünschte Menge der Lösung entnommen und der

Deckel des Spikes verschlossen werden.

Bei jeder Lösung muss der Instrumentant sich überzeugen, dass es das gewünschte Medikament ist, indem er die

Aufschrift liest.

Implantate werden grundsätzlich erst nach Aufforderung des Operateurs und der visuellen Überprüfung auf die

richtige Größe kurz vor Implantation geöffnet. Vor der Annahme des Implantats ist manchmal ein Handschuhwechsel

des Operateurs und des Instrumentanten nötig.

Sobald der Instrumentant alle Materialien und Siebe erhalten hat, wird der Patient nach der Narkoseeinleitung in

den Saal gefahren. Nun richtet sich die Aufmerksamkeit des

gesamten Teams auf den Patienten. Der Instrumentant verbleibt in seinem Sterilbereich und achtet auf die Einhaltung

der Sterilität seiner Tische.

Nachdem der Patient gelagert wurde (7 Abschn. 4.5), wird

die Hautdesinfektion vorbereitet.


4


100


4


Kapitel 4 · Springertätigkeit


Hierfür wurden dem Patienten bereits absorbierende Einmaltücher (Moltex) untergelegt, die sich nach beendeter Desinfektion problemlos entfernen lassen.

Der Patient wurde in der Einleitung oder kurz vor dem

Transport in den OP um das Operationsfeld herum rasiert.

Dazu gibt es auf der peripheren Station einen Standard, der

hinterlegt, welche Region in welcher Ausdehnung präoperativ

rasiert werden muss.

Sollte das in besonderen Fällen nicht der Fall sein, gibt es

im OP eine Arbeitsanweisung, wie damit zu verfahren ist. Auf

eine Rasur im OP-Saal sollte aus hygienische Gründen verzichtet werden.

Das RKI (Robert-Koch- Institut) als Hygieneinstitut empfiehlt die Verwendung von sog. Clippern (elektrische Rasierer), bei dem die Haare nicht rasiert, sondern auf wenige

­Millimeter gekürzt werden. Damit entstehen keine Mikro­

läsionen der Haut, die als Eintrittspforte für Mikroorga­

nismen dienen. Der Clipper muss einen auswechselbaren

Scherkopf besitzen und nach jedem Gebrauch gereinigt und

desinfiziert werden.

Regeln für die Kürzung von Körperbehaarung

55 Die Rasur erfolgt immer in Richtung des Haar­

wuchses.

55 Unebenheiten der Haut werden beachtet, bestehende

Pusteln und andere Hautirritationen werden doku­

mentiert.

55 Faltenreiche Hautareale werden für die Haarkürzung

gestrafft.

55 Bei einer Rasur über Knochenkanten und Sehnen

ist besondere Vorsicht geboten. Hier sollte die Haut

­seitlich verschoben werden, um nicht direkt auf

­Knochenvorsprüngen rasieren zu müssen.

55 Ist das Ausmaß des Eingriffs unklar, muss die Körperbehaarung sehr großzügig entfernt werden, damit

eine Erweiterung des Operationsgebiets jederzeit

möglich ist.

55 Eine Rasur am behaarten Schädel wird so klein wie

möglich gehalten, im Bereich der Schnittführung

wird das Kopfhaar entfernt.

55 Im Gesichtsbereich wird auf eine Rasur aus kosmetischen Gründen verzichtet, nur ein starker Bart darf

bei Notfalloperationen entfernt werden, oder wenn

der Patient seine Zustimmung gab.

55 Keinesfalls dürfen die Augenbrauen und Wimpern

entfernt werden, in sehr seltenen Fällen ist für die

Entfernung nach der schriftlichen Anordnung des

Operateurs das Einverständnis des Patienten einzuholen.


Entsprechend der Haut- oder Schleimhaut wird ein Desinfektionsmittel gewählt und vorsichtig in einen dafür vorgesehenen Behälter gefüllt. Dabei ist zu beachten, dass die Desinfektionsflasche so gehalten wird, dass die gebogene Flaschenseite nach unten zeigt, damit ein kontaminierter Tropfen diesen

Weg nimmt und nicht in das sterile Gefäß gelangt. Meistens


wird ein gefärbtes Desinfektionsmittel benutzt, damit erkennbar ist, wie weit die Haut desinfiziert wurde. Vor der Verwendung jodhaltiger Desinfektionsmittel ist darauf zu achten, ob

bei dem Patienten eine Jodallergie vorliegt.

Die Hautdesinfektion erfolgt gemäß den Hygienericht­

linien (septisch oder aspetisches Verfahren) entweder vom

Operateur, der sich nach der chirurgischen Händedesinfek­

tion sterile Handschuhe anzieht, oder von einem Assistenten.

Die dafür verwendeten Kompressen bzw. Tupfer zur Desinfektion werden in den Kornzangen vom Springer entgegengenommen und für die spätere Zählkontrolle vorbereitet.

Desinfektionsmittel beinhalten häufig Alkohole. Problematisch ist eine erhöhte Auskühlung durch Verdunstung und

eine Verbrennungsgefahr bei Anwendung von HF-Strom für

den Patienten (7 Abschn. 2.8).

Nach Einhaltung der Einwirkzeit des Desinfektionsmittels

werden die Tücher, die die überschüssige Menge aufsaugen,

vom Patienten ohne Kontakt zum desinfizierten Bereich vorsichtig entfernt. Der Patient kann nun steril abgedeckt werden,

wenn geprüft wurde, ob die Patientenunterlage trocken ist.

??Fragen zur Wiederholung zu 7 Abschn. 4.8


55 Zur präoperativen Saalvorbereitung führen Sie einen

Saal- und Gerätecheck durch. Worauf achten Sie?

55 Nennen Sie mindestens vier Regeln zur präoperativen Kürzung von Körperbehaarung.


4.9


Intraoperative Tätigkeiten

des Mitarbeiters der unsterilen

­Saalassistenz


Candy Agopian

Lernziel

55 Die Auszubildenden stellen intraoperativ die notwendige

Unterstützung der Sterilpersonen sicher und gewährleisten die Sicherheit der Patienten.


Die während der Operation zusätzlich benötigten Materialien

werden zeitnah vom Springer angereicht. Der Springer verfolgt das Operationsgeschehen aufmerksam und beobachtet

das Verbrauchsmaterial. Wird weiteres Material gebraucht,

zeigt der Springer ohne Worte das entsprechende Material

dem Instrumentanten. Signalisiert dieser durch ein Nicken

des Kopfes seine Zustimmung, wird das Zusatzmaterial unter

Einhaltung des Sicherheitsabstandes angegeben, wenn der

Instrumentant eine Möglichkeit der Abnahme hat.

Ein ständiges Begleiten des Eingriffs und vorausschauendes Arbeiten ermöglichen eine hohe Patientensicherheit, da

bei entstehenden Komplikationen rechtzeitig Maßnahmen

ergriffen werden und benötigtes Material bereitgestellt werden kann (z. B. frühzeitiges Bereitstellen von Gefäßsieben).

Wird während der Operation eine Veränderung der Lagerung am Patienten durchgeführt, muss der Springer überprüfen, ob die Lagerungshilfsmittel noch korrekt platziert liegen

und der Patient noch sicher liegt.


101

4.9 · Intraoperative Tätigkeiten des Mitarbeiters der unsterilen S­ aalassistenz


Bei Veränderungen der Lage, die die Patientensicherheit

gefährden, muss der Operateur sofort darüber in Kenntnis

gesetzt werden und in Absprache mit dem Operateur und

dem Anästhesisten eine Lösung gefunden werden.

Während der laufenden Operation kümmert sich der

Springer um den weiteren komplikationslosen Ablauf des

­OP-Programms, die frühzeitige Weitergabe relevanter Informationen an die OP-Koordination um Verzögerungen zu

melden, die Einhaltung der geplanten OP-Zeit zu übermitteln, damit eine rechtzeitige Bestellung des nächsten Patienten durchgeführt werden kann und keine Wartezeiten für den

Patienten oder das OP-Team resultieren.

4.9.1


Versorgung von Präparaten


Lernziel

55 Die Auszubildenden haben Kenntnisse über die Bedeutung und die unterschiedlichen Versorgungsmöglichkeiten von Präparaten, bakteriologischen Abstrichen und

Zytologien und können diese entsprechend der Untersuchungsart weiterleiten.


Bei vielen Operationen werden Gewebeproben entnommen,

deren Untersuchung für die weitere Therapie ausschlaggebend ist. Die Operationspräparate und das Untersuchungsmaterial werden grundsätzlich nach Anordnung des Operateurs vom Springer versorgt und zur entsprechenden Untersuchung vorbereitet.


Versorgung von Gewebeproben

Der Instrumentant (alternativ der Operateur) übergibt

dem Springer unter aseptischen Bedingungen die Ge­

webeprobe, die unter sterilen Bedingungen in ein passendes Behältnis gegeben und sicher verschlossen wird. Das

Behältnis wird mit einem Klebeetikett versehen, aus dem

die Patienten­daten entnommen werden können, der Be­

gleitschein aus­

gefüllt und zum Transport bereitgestellt.

Die Beschriftung wird immer auf dem Behälter sein, niemals auf dem Deckel des Gefäßes. Bei mehreren Gewebe­

proben ist auf eine korrekte Nummerierung der Proben

auf dem Gefäß und dem Histologiebegleitschein zu achten.

Amputationspräparate werden in einem dafür vorgesehenen

meist orangefarbenem Plastiksack verpackt und dicht verschlossen.

Möchte der Operateur vor dem Versand die Präparate

­untersuchen, muss das abseits des Operationsfelds geschehen.

Die dafür verwendeten Instrumente sind danach als kontaminiert zu betrachten und müssen abgegeben werden.

Die Anforderung zur histologischen bzw. mikrobiologischen Untersuchung wird entweder elektronisch über den

Computer (z. B. Soarien/ORBIS/Lauris) vom Arzt ausgefüllt,

oder das OP-Fachpersonal ist für die Versorgung und die Versendung zuständig.

Die zu verwendenden Fixier- und Transportlösungen sowie das Vorgehen sind von der Abteilung für Pathologie als

Richt- und Leitlinie bzw. Standard festgelegt.


>>Die korrekte Beschriftung und Versorgung ist für den


Patienten immens wichtig, da die endgültige Diagnose,

Prognose und/oder Therapieform daraus resultiert.


Präparateuntersuchung

Es gibt 2 Möglichkeiten der Präparateuntersuchung:

44Die Gewebeprobe wird in Formalinlösung fixiert

und später vom Pathologen untersucht, der Fixierschnitt.

44Die Gewebeprobe wird sofort nach der Entnahme

zur Untersuchung in die Abteilung für Pathologie gebracht und das Ergebnis der Untersuchung erreicht

den Ope­rateur noch während des Eingriffes, der

sog. Schnellschnitt.

Eine gewonnene Gewebeprobe wird zeitnah an den Springer

abgegeben, da bereits wenige Minuten nach Unterbrechung

der Blutzufuhr die Autolyse beginnt [abhängig von Enzymgehalt (Art des Gewebes)/Temperatur (Biopsie-/Organgröße)].

Die Fixierung mit Formalin stoppt diesen enzymatischen

Prozess (Konservierung).

Formalin (eine wässrige Form von Formaldehyd) unterbricht den Prozess lebender Gewebe. Diese werden in einer

,,wahren», entsprechenden Form gehalten (ohne DNA/RNAZerfall). Die zu verwendende Konzentration beträgt 4–5% in

einem Verhältnis Gewebeanteil:Flüssigkeit 1:10 bis 1:20 (das

Präparat muss in Formalin schwimmen).

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jFixierschnitt


Formaldehyd wird seit Januar 2016 europaweit als krebserregend eingestuft, daher muss die vorgeschriebene Konzentration eingehalten werden. Das Einfüllen erfolgt zügig und der

Präparatebecher wird richtig verschlossen. Die eigene Sicherheit wird durch die Nutzung von Handschuhen gewährleistet

(Nitril-Handschuhe!), ein Mundschutz ist verpflichtend.

Nach Hautkontakt muss das Formalin sofort unter fließendem Wasser abgespült werden.

Befüllte Histologiebehälter sind potenziell kontaminiert,

daher sollen diese verpackt werden, sodass eine Kontamination von Personen und/oder der Umgebung ausgeschlossen

wird.

Infektiöse Histologien müssen mit einem auffälligen Etikett als solche gekennzeichnet sein.

Durchführung einer Fixierung mit Formalin

55 Jedes Untersuchungsmaterial ist als kontaminiert zu

behandeln. Das Präparat wird möglichst rasch nach

Entnahme mit Formalin in einem unsterilen und gut

verschließbaren Gefäß fixiert (Dose/Glas mit Deckel

und Formalin wurde bereits vorbereitet).

55 Der Springer trägt Handschuhe. Das Präparat wird

abgenommen und in das ausreichend große Gefäß

gelegt (wenn möglich übergibt der Instrumentie­

rende das Präparat in einer Nierenschale/Gefäß oder

Tablett).


4


Kapitel 4 · Springertätigkeit


102


4


55 Das Präparat darf nicht gepresst im Gefäß liegen. Der

Springer bedeckt das Präparat mit 4–5%iger Formalinlösung, bis das Präparat vollständig bedeckt ist.

Danach wird das Gefäß sofort mit einem Deckel luftdicht verschlossen.

55 Das Gefäß ist mit dem Namen des Patienten gekennzeichnet, der Becher mit dem Namen des Präparats

beschriftet, der Histologiebegleitschein ist korrekt

ausgefüllt.

55 Anzahl und Versorgung der Präparate werden dokumentiert.


j

jGefrierfixierung


Nur wenig Gewebe wird mit flüssigem Stickstoff fixiert, um

Fett darzustellen und zur Herstellung von enzymhistochemischen und immunhistologischen Färbungen. Dafür wird das

Präparat würfelförmig auf ca. ½ cm zerkleinert. Die entstandenen Würfel werden in kleine Gefäße gegeben und dem Patienten zugeordnet. Die korrekt zugeordneten Präparate werden in ein Gefäß mit Stickstoff gegeben. Wegen der erhöhten

Verletzungsgefahr durch Erfrierungen insbesondere, wenn

das Präparat mit flüssigem Stickstoff übergossen wird, ist Vorsicht geboten.

j

jSchnellschnitt


Bei einem Schnellschnitt ist eine sofortige histologische Untersuchung einer Gewebeprobe ohne vorherige Fixation erwünscht. Das Gewebe wird als Nativpräparat bezeichnet,

weil keinerlei fixierende Mittel aufgebracht werden. Schnellschnittuntersuchungen werden zur intraoperativen Abklärung maligner Tumoren oder als Indikation zur Operationserweiterung bzw. dem Abbruch eines Eingriffs durchgeführt.

Evtl. muss der Schnellschnitt angemeldet werden, damit

ein Pathologe in die Abteilung kommt, um die Untersuchung

vor Ort durchzuführen. Gibt es die Abteilung für Pathologie

an einem anderen Krankenhaus, erfolgt der Transport mit

dem Taxi. Auch hier muss sichergestellt sein, dass das Taxi

rechtzeitig benachrichtigt wird.

Das Präparat wird mit Handschuhen oder einer Pinzette

in ein geeignetes Gefäß abgegeben. Es darf unter keinen Umständen eine Fixierung mit Formalin erfolgen, eine Ablage auf

einem mit NaCl (isotonischer Kochsalzlösung) getränkten

Tupfer ist erlaubt. Das Gefäß wird mit den Patientenidentifikationsdaten beschriftet. Ein Begleitschein wird ausgefüllt,

die Fragestellung formuliert. Keinesfalls darf hier vergessen

werden, die Telefon- oder Faxnummer zu notieren, unter der

das Ergebnis entgegengenommen wird.

4.9.2


Bakteriologische Untersuchung


Ein Wundabstrich wird zur Identifikation und Klassifikation

eines Infektionserregers benötigt. Der Springer öffnet die sterile Verpackung des Abstrichs, der Instrumentant entnimmt

mit einer Klemme den Wattetupfer aus der Verpackung und


überreicht Klemme samt Wattetupfer dem Operateur, der den

bakteriologischen Abstrich durchführt.

Der unsterile Mitarbeiter entfernt die Kappe des verbliebenen Transportröhrchens. Der Instrumentant schiebt den

Watteträger in das Röhrchen hinein, die Kappe dient nun als

Verschlusshilfe.

Das Transportröhrchen wird mit Patientenklebeetiketten

versehen, der Begleitschein ausgefüllt und zum Transport bereitgestellt und vorbereitet.

Im Gegensatz zu der histologischen Diagnostik, die sich

mit der Beurteilung von Gewebeverbänden befasst, stehen bei

der zytologischen Beurteilung die Diagnostik einzelner herausgelöster Zellen im Vordergrund.

Dabei wird Zellmaterial auf einen Objektträger übertragen, mit dem Ziel, das Material möglichst flächenhaft aufzutragen, um eine mikroskopische Untersuchung der Einzelzellen zu ermöglichen. Vor der mikroskopischen Untersuchung

muss eine Einfärbung der Zellen erfolgen, da sie für das

menschliche Auge sonst kaum sichtbar sind.

>>Entweder wird das Material zuvor an der Luft getrock-


net, wesentlich häufiger jedoch wird das Präparat mit

Alkohol fixiert, solange es noch feucht ist (sog. Nass­

methode).

??Frage zur Wiederholung zu 7 Abschn. 4.9


55 Welche Versorgung von Gewebeproben im OP

­kennen Sie? Was ist jeweils zu beachten?


4.10


Postoperative Springertätigkeit und

postoperative Patientenbetreuung


Candy Agopian

Lernziele

55 Die Auszubildenden können die postoperative Patientenversorgung und die Assistenz bei der Wundversorgung einschließlich der Sicherung von Drainagen und

Ablaufsystemen für den Patiententransport situationsgerecht und patientenorientiert durchführen. Sie können

die rechtlichen Aspekte ihrer Tätigkeiten als Springer und

die damit verbundenen Verantwortungen in ihrem täglichen Handeln erkennen und beachten.

55 Die Auszubildenden kennen die Tätigkeiten der Saalaufbereitung sowie das Prozedere der Saalreinigung, der

Saalaufrüstung, der Organisation des Patientenwechsels

und können die Handlungen zeitlich geplant strukturieren und ausführen. Sie sind in der Lage, die erforderlichen Dokumentationen durchzuführen.


Nach der Hautnaht wird ein Wundverband unter sterilen Bedingungen angelegt. Der Springer ist dabei behilflich und hält

entweder Extremitäten oder er bereitet Pflasterstreifen zur

Fixierung des Verbands vor oder den anzulegenden Gips.

Benötigte Materialien können sterile Verbandkompressen/Schlitzkompressen, Saugauflagen, Pflaster, Hautkleber


103

4.11 · OP-Management


oder elastische bzw. Mullbinden sein, die entsprechend des

Wundgebiets aufgebracht werden und die gesamte Wundfläche inkl. Drainageaustrittstellen bedecken. Zur Vermeidung

von Wundinfektionen dürfen Klebeflächen von z. B. Pflaster

nicht über der Hautnaht verlaufen.

Nachdem der Wundverband fixiert ist, wird die Lagerung

aufgehoben, ggf. der Tisch durch Auswechseln der Bein­

platten wieder in einen geraden Tisch umgebaut und die

­Lagerungshilfsmittel entfernt und zur Desinfektion bereit­

gelegt.

Alle Zu- und Abgänge werden gesichert, der Patient nach

der Narkoseausleitung in dem Ausleitungsraum oder an der

Patientenschleuse ins Patientenbett übergelagert und zur

Ausschleusung oder Übergabe an den Aufwachraum vorbereitet, indem alle Patientenunterlagen am Bett angebracht

werden und die Dokumentation beendet wird. Hier erfolgt

die abschließende Kontrolle auf Lagerungsschäden, die ggf. in

der Patientenakte dokumentiert werden.

Nach der letzten Zählkontrolle werden die Instrumente

standardisiert für die Aufbereitung vorbereitet und alle Einwegmaterialien in entsprechende Behältnisse abgeworfen.

Spitze Materialien werden in entsprechenden Behältnissen

entsorgt.

Saalaufbereitung

Am Ende einer Operation wird die Pflegedokumentation

abschließend überprüft.

55 Alle Patientendaten stimmen.

55 Die Rüst-, Schnitt- und Nahtzeiten sind korrekt eingetragen.

55 Die richtige Lagerung und die evtl. Abweichungen

vom Standard sind aufgeführt.

55 Die Prophylaxen mit der entsprechend durchgeführten Maßnahme sind dokumentiert.

55 Alle medizintechnischen Geräte sind korrekt mit

­Gerätenummer und der Positionierung der Neutralelektrode angegeben.

55 Alle relevanten Daten bzgl. des Röntgens wurden

eingegeben.

55 Alle Instrumentensiebe, Zusatzmaterialien, Medikamente und Implantate mit Chargennummer, Anzahl,

Verwendungsmenge und evtl. Ablaufdatum sind

­angegeben.

55 Untersuchungsmaterial für die Histologie und Bak­

teriologie sind dokumentiert.

55 Mit der Überprüfung der Zählkontrolle und der

­Angabe des Zählstands kann die Dokumentation

zum Abschluss gebracht werden.


Nun wird der Saal für den nächsten Programmpunkt vorbereitet.

Dazu wird das Reinigungspersonal benachrichtigt, alle

verwendeten Lagerungshilfsmittel, Geräte und Gegenstände

desinfiziert und bereitgelegt oder ins Lager gebracht.

Das OP-Personal muss bei Bedarf dem Reinigungspersonal Informationen zur Reinigung geben, Besonderheiten er-


wähnen und Weisungen erteilen. Nach der Reinigung und


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