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coinad

4/6/26

 Gabe von Bariumsulfat bei Magen- und Darmuntersuchungen (Doppelkontrastdarstellung) stattung/GBEDownloadsB/alter_gesundheit.html

Siegrist J (2005) Merdizinische Soziologie. Urban & Fischer, München

Stutz EZ, Buddeberg-Fischer B (2004) Gesundheit und Krankheit.

In: Buddeberg C (Hrsg) Psychosoziale Medizin. Springer-Lehrbuch.

Springer, Berlin, Heidelberg New York, S 318, Tab 12.2


3


79


Springertätigkeit

Candy Agopian, Denise Oppermann, Anett Gudat, Jens Köpcke, Martina Stegers,

Ina Welk, Sylvia Grüning


4.1


Einschleusung des Patienten in den OP


– 81


4.1.1


Einschleusung


4.2


Patientenlagerung


4.2.1

4.2.2

4.2.3

4.2.4


Juristische Verantwortung – 83

Allgemeine Lagerungskriterien – 83

Lagerungsschäden – 85

Qualitätssichernde Maßnahmen – 85


4.3


Prophylaxen (Vorbeugung)


4.3.1

4.3.2

4.3.3

4.3.4

4.3.5

4.3.6

4.3.7


Dekubitus – 85

Thrombose – 86

Pneumonie – 87

Kontrakturen – 87

Verbrennungen – 87

Unterkühlung – 88

Überwärmung – 88


4.4


Katheterisieren der Harnblase


4.4.1

4.4.2


Legen eines Harnblasenkatheters bei der Frau – 89

Legen eines Harnblasenkatheters beim Mann – 89


4.5


Operationstische und Operations­lagerungen


4.5.1

4.5.2


Operationstische – 90

Operationslagerung – 91


4.6


Patientenbetreuung


4.6.1

4.6.2


Patientenidentifikation – 96

Vermeidung von ­Eingriffsverwechslungen


– 96


4.7


Dokumentation und Kommunikation


– 97


4.7.1

4.7.2


Dokumentation – 97

Prozessbezogene aktive ­Kommunikation mit Kollegen

und Angehörigen anderer beteiligter Berufsgruppen – 97


– 81


– 82


– 85


– 88


– 90


– 95


© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

M. Liehn et al. (Hrsg.), OTA-Lehrbuch

https://doi.org/10.1007/978-3-662-56183-6_4


4


4.8


Präoperative Saalvorbereitung


4.9


Intraoperative Tätigkeiten des Mitarbeiters der unsterilen

­Saalassistenz – 100


4.9.1

4.9.2


Versorgung von Präparaten – 101

Bakteriologische Untersuchung – 102


4.10


Postoperative Springertätigkeit und postoperative

­Patientenbetreuung – 102


4.11


OP-Management


4.11.1

4.11.2


Der Prozessbegriff im OP – 103

Darstellung von Zeitpunkten, Z

­ eitdauern sowie die graphische

­Darstellung der Prozesszeiten im OP – 103


4.12


Materialkunde


4.12.1

4.12.2

4.12.3


Drainagen – 105

Katheter – 107

Abdeckungen – 108


4.13


Nahtmaterialkunde


4.13.1

4.13.2

4.13.3

4.13.4

4.13.5

4.13.6


Chirurgische Fäden – 109

Chirurgische Nadeln – 113

Sterilisation – 114

Verpackung – 116

Nahttechniken – 116

Klammernahtinstrumente (Stapler)


Literatur


– 120


– 98


– 103


– 105


– 109


– 118


81

4.1 · Einschleusung des Patienten in den OP


Lernziele

55 Die Auszubildenden können den Patienten sach- und

fachgerecht einschleusen und ausschleusen.

55 Sie können die notwendigen Prophylaxen unter Berücksichtigung von Besonderheiten im Einzelfall durchführen.

55 Sie sind in der Lage, die Sicherheit des Patienten während seines Aufenthaltes in der Operations-/Funktionsabteilung zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten.


4.1


Einschleusung des Patienten in den OP


Candy Agopian


Mit der Einschleusung des Patienten in den OP-Bereich beginnt für den Patienten eine Ausnahmesituation, die durch

Ängste und Unsicherheiten zu einer extremen psychischen

Belastung führen kann (7 Kap. 3). Das einschleusende Personal benötigt deshalb Einfühlungsvermögen und Verständnis

für die Situation. Kompetentes Auftreten hilft dem Patienten,

Vertrauen aufzubauen.

Falls präoperativ eine Visite des OP-Personals erfolgt ist,

sollte dieser Mitarbeiter auch die Übernahme des Patienten

vom Stationspersonal in den OP-Bereich übernehmen. Die

Anwesenheit dieser, für den Patienten bereits bekannten OPKraft, kann dem Patienten erheblich mehr Sicherheit geben.

Ein Einbeziehen des Patienten bei dem Übernahmegespräch zwischen Stationspersonal und OP-Pflegekraft ist

ebenfalls sinnvoll. So kann der vollständige Name, Geburtsdatum und die geplante Operation vom Patienten selbstständig erläutert werden. Zudem kann die OP-Pflegekraft/OTA

bereits den ersten Eindruck über die Wahrnehmungsfähigkeit und das Hörvermögen des Patienten gewinnen. Eine

Kontrolle des Namenbandes und der Patientenakte komplettiert die Patientenidentifikation. Ist der Patient aufgrund der

Prämedikation oder anderer Umstände nicht in der Lage, sich

selbst zu seiner Person zu äußern, übernimmt in diesem Fall

die Mitarbeiterin der Station. Diese gibt zudem Auskunft

über den Zustand des Patienten und über ggf. bestehende

Einschränkungen im Bewegungsapparat:

44Tetra-/Paraplegie (Lähmung aller vier, bzw. der oberen

oder unteren Extremitäten),

44Parese (Erschlaffung eines Muskels),

44Kontrakturen (durch Verkürzungen von Muskeln oder

Sehnen kommt es zu Einschränkungen der Gelenkbeweglichkeit),

44Amputationen,

44Hautzustand: Hautirritationen, Drucknekrosen, Verbände, Anus praeternaturalis (künstlicher Darmausgang),

44Implantate,

44Vorhandensein von Fremdmaterial (zentrale und periphere Zugänge, Sonden, Drainagen, Katheter).

Von großer Wichtigkeit ist es bereits hier, die Akte auf Vollständigkeit zu prüfen, da fehlende Bilder, OP- oder Anästhesieaufklärung, diagnostische Befunde, Blutwerte, Patienten-


kleber etc. den Ablauf im OP erheblich verzögern können. An

dieser Stelle sollte der Patient nach der letzten Aufnahme von

Nahrung und Flüssigkeit oder Tabakkonsum befragt werden,

da eine Nahrungskarenz <6 h erheblich zur Aspirationsprophylaxe beiträgt (bei einer Nahrungskarenz >6 h sollten elektive Eingriffe verschoben werden). Patientenidentifikation

und Überprüfungen von Checklisten müssen zur Patientensicherheit zuverlässig durchgeführt werden, um eine Verwechslung zu verhindern (7 Abschn. 26.2.3).

Da die meisten Patienten vor einer Operation bereits auf

der Station meist in Tablettenform ihre Prämedikation erhalten haben, ist es wichtig, die Wirkung zu kennen, um fachgerecht handeln zu können (7 Kap. 23). Insbesondere ältere

Patienten können scheinbar widersprüchlich auf die Prämedikation reagieren; so kann anstatt einer sedierenden Wirkung ein Verwirrtheitszustand oder Unruhe folgen. Daher

bedürfen prämedizierte Patienten einer sorgfältigen Überwachung insbesondere der Atmung und auffälliger Verhaltensweisen.

>>Auch im OP-Bereich darf der Patient nicht allein


­bleiben.


Ist die vollständige Patientenidentifikation und Kontrolle der

Patientenakte erfolgt, kann die eigentliche Überlagerung des

Patienten vom Stationsbett auf den OP-Tisch erfolgen.

>>Immer muss zur Sicherheit eine standardisierte Pa­


tientenidentifikation durchgeführt werden. Die besteht

aus der Abfrage des Namens, des Geburtsdatums,

der Art des Eingriffes und der Kontrolle der Seite der

­Operation. Die Seite ist vom Operateur im Vorfeld mit

­einem Marker gekennzeichnet worden! Zuletzt wird

das Identifikationsarmband des Patienten kontrolliert.


4.1.1


Einschleusung


Der Operationstisch muss für den Patienten und die geplante

Operation vorbereitet sein. In der Regel handelt es sich dabei

um einen OP-Tisch, der mit einem Einmalschutzlaken unter

einem Stofftuch, zwei Armstützen mit aufliegenden Gelkissen, einem Kopfring bzw. einer gepolsterten Kopfschale, einer

OP-Haube für den Patienten, einer Knierolle, einem vorgewärmten Tuch oder entsprechendem Wärmesystem, Fixiergurt und Fersenpolstern vorbereitet ist. Aus dem OP-Programm ist ersichtlich, welcher der richtige Tisch für den geplanten operativen Eingriff ist (7 Abschn. 4.5.1). Der Tisch

befindet sich in der neutralen Stellung (0-Stellung).

Es gibt zwei Möglichkeiten der Einschleusung des Patienten. Zum einen gibt es die offene Schleuse, in der der Patient

mit Hilfe der Mitarbeiter auf den Operationstisch gelegt wird,

zum anderen die mechanische Schleuse (7 Abschn. 1.2).

Immer wird der Patient über jeden einzelnen Arbeitsschritt informiert, alle Ressourcen des Patienten werden für

die Überlagerung auf den OP-Tisch genutzt. Um hygienische

Richtlinien zu gewährleisten, wird dem Patienten eine OPHaube aufgesetzt, um die Intimsphäre zu wahren, bleibt der


4


82


4


Kapitel 4 · Springertätigkeit


Patient während der Überlagerung bedeckt. Zur Abdeckung

des Patienten sollte ein vorgewärmtes Tuch benutzt werden.

Der Patient wird darüber informiert, dass er auf dem OPTisch mit einem Gurt fixiert wird, damit er während des

Transports in den betreffenden Saal nicht herunterfällt.

Der OP-Tisch wird, soweit dies möglich ist, den Bedürfnissen des Patienten angepasst, z. B. wird das Kopfteil erhöht

und/oder eine Knierolle zur Entlastung platziert.

Nun wird der Patient mit den Füßen voran in den Einleitungsraum der Anästhesie gefahren. Die Patientenunterlagen

werden zwischenzeitlich auf dem Körper des Patienten abgelegt. In der Anästhesieeinleitung findet u. U. ein weiteres

Übergabegespräch statt.

Die zweite Möglichkeit der Patienteneinschleusung bietet

die mechanische Schleuse, die viele Vorteile für eine sanfte

Überlagerung des Patienten auf den OP-Tisch bietet.

Für viele Patienten ist dieser Vorgang beängstigend, da der

Einschleusungsvorgang ohne die direkte Hilfe des Pflegepersonals durchgeführt wird. Daher bedarf es während des gesamten Überlagerungsprozesses einer kontinuierlichen Erläuterung für den Patienten.

Auf dem OP-Tisch wird der Patient sofort mit einem vorgewärmten Tuch zugedeckt.

Ist der Vorgang des Einschleusens über eine Checkliste für

jeden Mitarbeiter nachzuvollziehen, erleichtert das die Ein­

arbeitung und schützt vor allzu viel Routine.


Einschleusungscheckliste

Beispiel einer Checkliste zum Ablauf Einschleusung des Patienten in den OP-Bereich

44Ziele:

55psychische Sicherheit des Patienten: z. B. Vertrauensbasis zum Patienten herstellen,

55physische Sicherheit des Patienten: z. B. kontinuier­

liche Überwachung der Vitalparameter.

44Durchführung:

55Patienten mit eigenem Namen und Funktion be­

grüßen,

55Name, Vorname, Geburtsdatum und geplante Operation vom Patienten erfragen,

55Sicherung der Identität des Patienten zusätzlich durch

Akte, Patientenarmband und OP-Plan.

55Kurzes Gespräch: Frage nach Prämedikation, Nahrungskarenz, Voroperationen, Befindlichkeit u. a.

55Weiteres Vorgehen dem Patienten erläutern,

55Übergabe vom Pflegepersonal mit Informationen

über Pflegeprobleme,

55evtl. Fragen klären,

55Patientenakte auf Vollständigkeit prüfen,

55fehlende Unterlagen, Bilder etc. direkt anfordern.

44Überlagerung der Patienten von Bett auf den

­OP-Tisch:


55alle Abläufe dem Patienten erläutern,

55für Sicherheit sorgen, Personal sichert Patienten,

55für Wärme sorgen durch dieAnwendung vorgewärmter Tücher,

55Intimsphäre wahren, Patienten stets zugedeckt lassen,


55für ruhige Umgebung sorgen,

55Hilfsmittel/persönliche Dinge den Mitarbeitern der

Stationspflege übergeben (Zahnprothese, Brille,

­Kontaktlinsen, eigene Wäsche, Schmuck),

55Transport in die Einleitung.

Abweichungen vom Standard können indiziert sein, wenn

eine Narkoseeinleitung im Bett notwendig ist, Kinder bis kurz

vor der anästhesiologischen Einleitung von den Eltern begleitet werden oder der Operateur bei schweren Verletzungen des

Knochensystems bei der Überlagerung, unter Stabilisierung

der Knochenfrakturen, behilflich sein muss.

??Frage zur Wiederholung zu 7 Abschn. 4.1


55 Nennen Sie die wichtigsten Daten, die Sie beim Einschleusen eines Patienten abgleichen müssen.


4.2


Patientenlagerung


Denise Oppermann

Lernziele

55 Die Auszubildenden können den Patienten für den

­anstehenden Eingriff sach- und fachgerecht lagern.

55 Dazu führen sie die notwendigen Maßnahmen der

Prophy­laxe durch und beachten die individuellen Be­

dürfnisse des Patienten.


Ein wesentlicher Faktor für eine erfolgreiche Operation ist die

korrekte Lagerung des Patienten. Für die Sicherheit und das

Wohlbefinden des Patienten während einer Operation spielt

die richtige Lagerung ebenfalls eine entscheidende Rolle. Eine

optimale Positionierung auf dem OP-Tisch schützt vor lagerungsbedingten Schädigungen und schafft bestmögliche Arbeitsbedingungen für das gesamte OP-Team.

>>Wichtig dabei ist, dass der Patient immer im Mittel-


punkt des Geschehens bleibt und das professionelle

Handeln des OP-Personals bestimmt.


Standardisierte Abläufe sowie eine optimierte Anwendung

der vorhandenen Lagerungshilfsmittel erleichtern die Arbeit

des OP-Personals, sparen Zeit und führen zu einer Routine,

die die Sicherheit des Patienten zusätzlich erhöht.

Eine weitere wichtige Aufgabe ist es, die Intimsphäre des

Patienten zu schützen. Bei einer Umlagerung, z. B. beim Einschleusen, bleibt der Patient bedeckt, um das Schamgefühl

nicht zu verletzen. Bei den weiteren verschiedenen Lagerungsmaßnahmen ist der Patient nur soweit abgedeckt, wie es

notwendig ist. Ist der Patient wach und ansprechbar, wird er

grundsätzlich vorher über die Art der durchgeführten Maßnahmen informiert. Fragen, die notwendig sind, werden diskret und in einer ruhigen Atmosphäre gestellt.

Grundsätzlich gilt, dass nach Beendigung der Lagerung

nur die für die Operation notwendigen Hautareale aufgedeckt

und zugänglich sind. Nach der Operation wird der Patient

sofort wieder zugedeckt.


83

4.2 · Patientenlagerung


In den meisten Fällen werden die Lagerungen vom OPPersonal durchgeführt, sie erfolgen jedoch grundsätzlich

nach Absprache mit dem Anästhesisten und dem Operateur.

4.2.1


Juristische Verantwortung


Der Operateur ist für alle Lagerungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Operation zuständig. Der Anästhesist trägt

die Verantwortung für alle Lagerungen die aufgrund der Narkose notwendig sind.

>>Der Arzt darf die Durchführung der Lagerung an das


Fachpersonal delegieren. Die letzte Kontrolle obliegt

jedoch den verantwortlichen Ärzten. Diese müssen vor

Beginn der Operation die Lagerung kontrollieren und

sind angehalten, dies zu dokumentieren.


Nach einer Absprache der Berufsverbände der Chirurgen

(BDC) und der Anästhesisten (BDA) wurde die Verantwortlichkeit zwischen Chirurgie und Anästhesie in 4 Phasen gegliedert:

44Präoperative Phase: Für die Lagerung des Patienten

zur Einleitung für die Narkose bis zum Zeitpunkt der

Lagerung für die Operation ist der Anästhesist verantwortlich.

44Lagerung zur Operation: Der Operateur entscheidet

grundsätzlich über die Art der Lagerung unter Be­

rücksichtigung des anästhesiologischen Risikos. Hat

der ­Anästhesist Bedenken gegen die vom Operateur

­gewünschte Lagerung, muss er den Operateur darauf

­hinweisen.

44Intraoperative Lageveränderungen: Nach intraopera­

tiven Lagerungsänderungen ist der Springer angehalten

zu kontrollieren, ob die Abpolsterung der gefährdeten

Körperteile gewährleistet und der Sitz der neutralen

Elektrode noch korrekt ist.

44Postoperative Phase: Der Anästhesist übernimmt die

Verantwortung für die Lagerung des Patienten einschließ­

lich der Umlagerung ins Krankenbett, soweit nicht

­bestimmte Umstände die Mitwirkung des Operateurs

bei der Umlagerung erfordern, bis hin zur Über­gabe

des P

­ atienten an die Station oder den Aufwachraum.

4.2.2


Allgemeine Lagerungskriterien


Jede Operationslagerung unterliegt festen Kriterien, die in

Standards festgelegt sind, was die Vorbereitung erleichtert.

So ist der OP-Tisch immer mit einer viskoelastischen Schaumstoffauflage, z. B Tempurmatte oder Gelmatte, abgedeckt.

­Alternativ stehen Vakuummatratzen zur Verfügung.

Eine Wärmematte liegt auf dem OP-Tisch. Sie sollte zum

Lagerungsstandard gehören, da während der Narkose mit einem Wärmeverlust des Patienten gerechnet werden muss.

Angewärmte Decken sind schon beim Einschleusen wichtig,

um den Patienten zu wärmen, zudem vermittelt dies ein Gefühl der Fürsorge und Sicherheit.


Die Arm- und Beinausleger sind mit einer Gelmatte oder

Tempurauflage bedeckt, ein Kopfkissen liegt auf dem Tisch

bereit. Weitere Hilfsmittel wie Infusionsständer, Narkose­

bügel bzw. die dazugehörigen Kloben sind an der richtigen

Position angebracht. Das Lagerungszubehör ist gemäß dem

Standard vollständig vorbereitet.

Dabei richtet sich die Wahl der Lagerungshilfen nach Art

und Dauer der Operation, sowie Alter, Größe und Gewicht

des jeweiligen Patienten.

>>Der Patient ist nicht dem Standard anzupassen – son-


dern der Standard ist, wenn nötig und begründet, dem

Patienten anzupassen.


Zur Vorbereitung gehört ebenfalls die Positionierung des OPTischs im Saal. Abweichungen werden im OP-Plan angekündigt, denn davon ist die Positionierung der Narkosegeräte

und der benötigten Zusatzgeräte wie Bildwandler etc. abhängig. Es muss genügend Zeit zur Ausführung einer Lagerung

eingeplant sein, um Fehler, die der Eile geschuldet sind, zu

vermeiden.

>>Eine professionelle Vorbereitung und gezielte Kommu-


nikation mit den einzelnen Fachbereichen im Vorfeld

ersparen dem Patienten eine verlängerte Narkosezeit

und dem OP-Team unnötigen Stress bei der anschließenden Durchführung der Lagerung.


Es gibt viele verschiedene Lagerungshilfsmittel, um die gefährdeten Körperregionen zu schonen. Die Auswahl richtet

sich dabei nach folgenden Kriterien:

44sie müssen druckentlastend und hautfreundlich sein,

44sie dürfen bei der Anwendung von HF-Strom elektrische

Energie nicht weiterleiten,

44sie sind aus latexfreiem Material gefertigt, um Allergien

zu vermeiden,

44sie müssen röntgenstrahlendurchlässig sein,

44sie müssen erwärmbar sein,

44sie sind schnell und einfach zu desinfizieren.

Verschiedene Kopfkissen oder -ringe dienen dazu, spezielle

Drehungen gefahrlos durchzuführen, eine Druckminimierung zu gewährleisten und die Beatmungsschläuche abzu­

leiten.

Rollen oder halbe Rollen ermöglichen eine physiologische

Lagerung der Gelenke in leicht angewinkeltem Zustand.

Schulterkissen sind hilfreich zur Abpolsterung bei extremen

Kopftieflagerungen, die v. a. bei laparoskopischen Eingriffen

benötigt werden.

Es gibt Keilkissen, die das Hochlagern einer Körperregion

ermöglichen. Bei Schaumstoffpolstern ist darauf zu achten,

dass kein direkter Kontakt zwischen Haut und Schaumstoff

entsteht. Das Gleiche gilt für Kunststoffpolster, sie müssen mit

einer Stofflage bezogen werden, da es sonst zu einer erhöhten

Schweißproduktion kommt. Diese kann wiederum die

Hautoberfläche schädigen (Mazeration) und erhöht bei der

Benutzung der HF-Chirurgie das Risiko einer Verbrennung.

Extrem harte Polster oder Rollen wirken kontraproduktiv,

weil sie den Druck auf Gefäße oder Nerven erhöhen.


4


84


4


Kapitel 4 · Springertätigkeit


Der Allgemeinzustand des Patienten muss präoperativ

bekannt sein, individuelle Einschränkungen des Patienten

z. B. sind im OP-Plan vermerkt.

Eine Hautkontrolle wird direkt vor der Überlagerung auf

den OP-Tisch und nach der Operation vorgenommen.

Hautschädigungen werden in z. B. Checklisten dokumentiert und ggf. versorgt.

Die Lagerung muss für den Patienten physiologisch sein,

das bedeutet, auch in wachem Zustand empfände der Patient

die Lagerung nicht als unangenehm. Körper und Extremitäten der Patienten liegen breitflächig und abgepolstert auf. Gelenke werden leicht angewinkelt gelagert. Abschnürungen,

Druck, Überstreckungen und Überdehnungen sind unbedingt zu vermeiden.

Die Unterlage auf dem OP-Tisch muss faltenfrei sein,

denn jede Falte erhöht den Druck auf das Gewebe und kann

damit zu Druckgeschwüren führen.

Bei der Polsterung müssen sowohl die anatomischen

­Gegebenheiten wie Gefäß- und Nervenverlauf, Knochenvorsprünge als auch individuelle Merkmale wie Adipositas oder

Kachexie berücksichtigt werden.

..Tab. 4.1


Die Polster werden nur an den dafür geeigneten Stellen benutzt, sonst schaden sie eher. Grundsätzlich dürfen nur intakte,

nicht durchgelegene oder verformte Polster benutzt werden.

Der Kopf liegt in einem Kopfring oder speziell geformten

Kopfkissen und muss immer ausreichend unterstützt sein.

Die Halswirbelsäule behält dabei eine neutrale Position.

Körper und Extremitäten sind durch Gurte gesichert. Die

Fixationsgurte dürfen keinen direkten Kontakt zur Haut haben und keinen Druck auf das Gewebe ausüben. Eine flache

Hand muss zwischen Gurt und Patient passen.

Muss der Patient auf dem Tisch bewegt werden, wird er

grundsätzlich getragen und nicht geschoben, um Scherkräfte

zu vermeiden (7 Abschn. 4.3.1 «Scher- und Reibungskräfte»).

Ein professionelles Wärmemanagement ist unabdingbar

(7 Abschn. 4.3.6).

Lagerung der Arme Werden die Arme ausgelagert, wird der

Arm mit den Zugängen für die Infusionen in Supinationsstellung auf einer gepolsterten Armschiene liegen, das bedeutet,

dass wir in die Hand des Patienten einsehen können. Soll der

andere Arm seitlich am Körper anliegen, wird er in einem


Allgemeiner Lagerungsstandard


Extremität


Lagerungsmaßnahmen


Lagerungsmaterialien


Kopf/Schulter


– Der Kopf ist ausreichend unterstützt.

– Die HWS liegt in Funktionsstellung.


Kopfring, Kopfkissen,

­

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