hineingelegt und der Bergebeutel über die Inzision
des 10-mm-Trokars entfernt. Alternativ wird eine
Inzision dilatiert und das Präparat über einen Bergungstrokar entfernt.
55 Es folgt die Abgabe des Präparats an die unsterile
Saalassistenz, die es für die histologische Untersuchung vorbereitet (7 Abschn. 4.9.1).
193
7.9 · Gallenblase
55 Währenddessen erfolgt eine erneute Inspektion der
Bauchhöhle und des Gallenblasenbettes, evtl. Blutstillung. In Ausnahmefällen wird eine Drainage gelegt.
55 Nach der Zählkontrolle aller Textilien und Instrumente durch das Vier-Augen-Prinzip und der Dokumen
tation des Zählstands werden die Trokare unter Sicht
entfernt und die Faszie und die Haut verschlossen.
55 Die Inzisionsstellen werden mit einem Pflasterverband versorgt. Sachgerechte Vorbereitung der Instrumente und Optik für die Aufbereitung und die Dokumentation der Zeiten beenden den Eingriff.
j
jLaparoskopische Cholezystektomie über Single Port
Es ist möglich, die laparoskopische Cholezystektomie über
einen Single Port durchzuführen (SILS, «single incision laparoscopic surgery»). Dies ist eine verfeinerte Technik der MIC
(minimal-invasive Chirurgie, 7 Abschn. 7.1.2), bei der statt
mehrerer kleiner Schnitte nur ein einziger Schnitt am Nabel
erforderlich ist, was das kosmetische Ergebnis verbessert.
Um den Single-Port einzubringen, wird ein ca. 1,5 cm langer
Schnitt benötigt, der Port also über eine Minilaparotomie
eingebracht. Dazu werden Kocherhaken oder Langenbeck-
Haken eingesetzt, um die Übersicht zu verbessern. Der Port
wird vor dem Einbringen befeuchtet.
Es wird ein zusätzlicher 5-mm-Trokar auf der rechten
Seite eingebracht, alternativ kann über eine kleine Inzision
nur ein Tasthaken eingebracht werden, der den Leberlappen
beiseite hält. Der Operationsverlauf ist mit dem oben beschriebenen identisch.
Das Präparat wird zum Schluss mit der großen Fasszange
komplett mit dem Port entfernt.
j
jKonventionelle Cholezystektomie
In Ausnahmefällen muss auf eine konventionelle Cholezyst
ektomie ausgewichen werden, z. B. wenn die Präparation
nicht gefahrlos möglich ist oder es zu Blutungen kommt, die
laparoskopisch nur schwer beherrschbar sind.
>>Ist eine Cholangiographie geplant, d. h. die Gallen
gänge sollen intraoperativ röntgenologisch dargestellt
werden, ist auf einen Gonadenschutz für den Patienten
zu achten.
OP-Ablauf: Konventionelle Cholezystektomie
55 Für eine offene Cholezystektomie wird der Patient
mit leicht überstrecktem Oberkörper am Übergang
von Brust und Lendenwirbelsäule auf dem Rücken
gelagert. Eine Anti-Trendelenburg-Lagerung sollte
ebenfalls möglich sein.
55 Gonadenschutz für den Patienten, falls eine Cholangiographie geplant ist.
55 Der OP-Tisch muss für intraoperatives Röntgen geeignet sein.
55 Wir bereiten Grund- und Laparotomieinstrumenta
rium vor. Ein Gallenblasenzusatzsieb mit Gallenblasenfasszange, ggf. Steinfasszangen, wird bereitgelegt. Ein Bauchdeckenrahmen (z. B. Condor-Rahmen,
Omnitrakt) erleichtert intraoperativ den Zugang.
Einmalartikel und Nahtmaterial werden gemäß Standard vorbereitet.
55 Die Operation beginnt nach dem Team-Time-Out.
Der Zugang erfolgt über einen Schnitt entlang des
rechten Rippenbogens. Nach der Faszienspaltung
wird der rechte M. rectus (Rektusmuskel) durchtrennt
(mit HF-Messer), der äußere M. obliquus externus
und der innere schräge Bauchmuskel, M. obliquus
internus, werden in Faserrichtung gespalten. Das Peritoneum wird mit zwei chirurgischen Pinzetten gefasst, nach einer Inzision mit der Schere oder einem
Skalpell wird der Schnitt mit der Präparierschere verlängert.
55 Nun wird der Bauchraum inspiziert und die Indika
tion bestätigt. Nach der Umlegung der Wundränder
mit Bauchtüchern wird ein Bauchdeckenrahmensystem eingesetzt. Die Gallenblase wird mit einer Gallenblasenfasszange gefasst. Ist sie extrem prall mit
Flüssigkeit gefüllt, wird sie punktiert und die Flüssigkeit abgesaugt. Die umliegenden Organe werden mit
feuchten Bauchtüchern abgestopft.
55 Das viszerale Peritoneum wird am Infundibulum
mit einer Schere inzidiert, Verwachsungen der
Gallenblase mit der Leberunterfläche werden mit
der Schere und Präpariertupfer gelöst. Die Präpara
tion der Gallenblase kann antegrad (vom Fundus in
Richtung Ductus cysticus) oder retrograd (umgekehrte Präparationsrichtung nach der sicheren Identifi
kation und Durchtrennung des D. cysticus und der
A. cystica) erfolgen. Nach der Entfernung kontrolliert
der Operateur den Situs auf Bluttrockenheit, ggf.
muss eine Drainage gelegt werden.
55 Die Zählkontrolle der Textilien und der Instrumente
und die Dokumentation des Zählstands werden vor
dem Wundverschluss im Vier-Augen-Prinzip durch
geführt.
j
jIntraoperative Cholangiographie
Bei allen operativen Eingriffen am Leber-Galle-System kann
eine intraoperative Cholangiographie nötig werden. Dazu
wird der Ductus cysticus gallenblasenwärts ligiert und nach
distal mit einem Zügel angeschlungen.
Der Gallenblasengang wird mit einem spitzen Skalpell inzidiert und die Angiographiekanüle eingeführt und mit einer
Ligatur fixiert. Das vorbereitete Kontrastmittel muss luftleer
angereicht werden, da Luftblasen im Röntgenbild wie Steine
erscheinen können. Textilien und Instrumente werden aus
dem Bauchraum entfernt, da sie im Röntgenbild sichtbar wären. Sind in der Durchleuchtung mit dem C-Bogen (7 Abschn.
2.9) Steine sichtbar, die sich im Gallengangsystem befinden, ist
7
194
Kapitel 7 · Allgemein- und Viszeralchirurgie
7
..Abb. 7.26
Scheren nach Potts de Martell
das eine Indikation, diese aus dem Ductus choledochus zu
entfernen. Dazu bedarf es einer Gallengangrevision (s. u.).
Nach der Entfernung der Röntgenkanüle wird eine
-Drainage (7 Abschn. 4.12.1) eingebracht.
T
j
jCholedochusrevision
Die Choledochusrevision bezeichnet ein chirurgisches Verfahren zur Extraktion von Gallensteinen aus dem Ductus
choledochus. Sie erfolgt im Rahmen einer Cholezystektomie
bei nachgewiesener Choledocholithiasis.
Dazu wird der Ductus choledochus mit Haltefäden fixiert
und mit einem spitzen Skalpell inzidiert. Diese Öffnung kann
mit einer abgewinkelten Schere (nach Potts de Martell, . Abb.
7.26) erweitert werden.
Mit einem Steinlöffel, oder Fogarty-Katheter, wird der
Stein geborgen, der gesamte Verlauf des Ductus wird zwecks
Ausschluss weiterer Steine sondiert. Die Erfolgskontrolle
kann durch eine intraoperative Cholangiographie erfolgen.
Nach Entfernung der Konkremente wird eine T-Drainage
in den Ductus choledochus eingeführt und nach außen abgeleitet. Die T-Drainage kann in der Regel nach zwei Wochen
entfernt werden, sofern radiologisch keine neuen Konkremente nachweisbar sind und keine komplizierende Wund
infektion besteht.
Eine Choledochusrevision wird aufgrund der geringen
Invasivität alternativer endoskopischer Verfahren (ERCP und
Papillotomie) zur Steinextraktion immer seltener durchgeführt. Sie erfolgt daher nur bei Komplikation während einer
OP oder bei Kontraindikationen bzw. Nichtverfügbarkeit der
endoskopischen Methoden.
7.9.4
Gallenblasenkarzinom
Gallenblasen- oder Gallengangskrebs sind seltene Karzinomarten, die in der Gallenblase oder in den Gallengängen entste-
hen. Wie bei den Gallensteinen tritt auch das Karzinom häufiger bei Frauen als bei Männern auf, das Karzinom der Gallenblase ist deutlich häufiger als das der Gallengänge.
Wenn langjährige chronische Gallenblasenentzündungen
zu einer sog. Porzellangallenblase geführt haben, ist die
Wahrscheinlichkeit, an Gallenblasenkrebs zu erkranken, erhöht. Bei der Porzellangallenblase spricht man daher von einer Präkanzerose. Auch große Gallenblasenpolypen können
zu einem Karzinom entarten.
Die meisten Gallenblasenkarzinome werden entweder
sehr spät oder durch Zufall entdeckt, denn sie machen im
Frühstadium keine Beschwerden. Gallenblasenkrebs meta
stasiert v. a. in die Leber.
Meistens reicht eine Gallenblasenentfernung bei einem
Gallenblasenkarzinom nicht aus, weil die hintere Gallenblasenwand der Leber anliegt und der venöse und lymphatische
Abfluss über die Leber erfolgt. Da die Gallenblase an das Lebersegment 5 grenzt, ist eine rechtsseitige Hemihepatektomie
(7 Abschn. 7.8.5) häufig die Operation der Wahl.
Eine Ausnahme stellen Patienten dar, bei denen ein nicht
invasiver Tumor im Rahmen einer Gallenblasenoperation zufällig entdeckt und gleich mit entfernt wird.
7.9.5
Gallengangtumoren
Häufiges Symptom eines Gallengangkarzinoms ist eine Gelbsucht (Ikterus) ohne Schmerzen. Zuerst färbt sich das Weiße
der Augen (Skleren) gelb und dann verfärbt sich auch die
Haut gelb. Ein Ikterus entsteht, weil die Galleabbauprodukte
(u. a. Bilirubin) nicht mehr über die Leber ausgeschieden
werden können. Erst bei der Untersuchung der Ursachen dieser Gelbsucht wird dann der Gallengangkrebs entdeckt.
Die Gallengangtumoren (Klatskin-Tumoren) werden chirurgisch ganz unterschiedlich behandelt, entscheidend ist die
Lokalisation des Tumors. Sitzt ein Tumor nah an der Einmündung des Hauptgallengangs ins Duodenum, wird eine Duodenum- und Pankreaskopfresektion nach Whipple-Kausch
durchgeführt (7 Abschn. 7.11.4). Befindet sich ein Tumor am
rechten oder linken Ast des Hauptgallengangs, wird die entsprechende Hälfte der Leber reseziert. Bei Tumoren im Bereich der Choledochusgabel erfolgt eine technisch sehr anspruchsvolle zentrale Leberresektion.
Wenn eine radikale Operation nicht mehr möglich ist,
wird palliativ – wenn möglich – eine Galleableitung hergestellt (biliodigestive Anastomose, BDA, externe transhepatische Galleableitung).
??Fragen zur Wiederholung zu 7 Abschn. 7.9
55 Nennen Sie mindestens 4 mögliche krankhafte Veränderungen, die an der Gallenblase, resp. den Gallengängen, auftreten können.
55 Welche Möglichkeiten der Bergung einer entzündeten Gallenblase kennen Sie im Rahmen der minimalinvasiven Chirurgie?
55 Beschreiben Sie kurz die «intraoperative Cholangiographie».
195
7.10 · Milz
7.10
Milz
Maik Jelinski
Die Milz (Lien, splen) gehört zum lymphatischen Organ
system und dient der Reinigung des Bluts von Antigenen
(z. B. Bakterien), der Immunabwehr sowie dem Abbau überalterter Erythrozyten (roten Blutkörperchen). Sie hat die
Form einer Kaffeebohne, ist ca. 4 cm dick, 7 cm breit und
11 cm lang und ein Gewicht von ca. 150 g. Die im linken
Oberbauch liegende Milz grenzt nach oben an die linke
Zwerchfellkuppe, den Magen, die linke Kolonflexur und nach
unten an die Niere.
Das Milzparenchym (Milzgewebe) besteht aus der weißen
und roten Pulpa. In der weißen Pulpa findet ein Teil der Lymphozytenbildung sowie deren Speicherung statt. In der roten
Pulpa werden Erythrozyten gespeichert sowie veraltete aus
dem Blut gefiltert und abgebaut (Blutmauserung). Die Milz
liegt intraperitoneal. Über den Milzhilus verlaufen die ver
sorgenden Gefäße, die A. und die V. splenica. Bei ca. 30% der
Menschen gibt es kleine Nebenmilzen (meist nicht größer als
1 cm), 75% dieser Nebenmilzen liegen am Hilus.
Milzgewebe ist sehr gut durchblutet, die Milzkapsel sehr
zart, deshalb ist die Milz leicht verletzbar und blutet stark, ob
bei Bauchtraumata oder während intraabdomineller Operationen.
Außerdem rufen viele Blutkrankheiten (u. a. Malaria,
Immunthrombozytopenie, Leukämie) eine krankhafte Milzvergrößerung (Splenomegalie) hervor. Milztumoren sind
dagegen sehr selten. Unter Hypersplenismus versteht man
eine mit einer Organvergrößerung gekoppelte Organüberfunktion.
Die Diagnose einer Milzvergrößerung wird mit Hilfe der
Sonographie oder Computertomographie gestellt.
7.10.1
Ruptur (einzeitig, zweizeitig)
Eine Milzruptur (Organzerreißung) entsteht häufig durch
direkte Gewalteinwirkungen. Geschlossene Verletzungen
sind häufiger als offene.
Die Symptome einer Milzruptur sind sehr stark vom Traumamechanismus abhängig. Bei Patienten mit einem Bauch
trauma sollte die erste Beurteilung der Milz schon im Rahmen einer FAST-Untersuchung («focused assessment with
sonography for trauma») erfolgen. Wird durch große Mengen
Blut im Bauch das Peritoneum gereizt, kommt es zu einer
Abwehrspannung. Ein Blutverlust kann einen lebensgefährlichen hämorrhagischen Schock hervorrufen. Eine Milzruptur
bedeutet fast immer eine OP-Indikation. Nur bei kleinen subkapsulären (Milzkapsel bleibt unversehrt) Blutungen und
kreislaufstabilen Patienten kann eine konservative abwartende Strategie gewählt werden.
Wir unterscheiden die einzeitige von der zweizeitigen
Ruptur. Bei der einzeitigen kommt es sofort nach der Gewalteinwirkung zur Blutung im Bauchraum, hingegen es bei der
zweizeitigen Ruptur erst nach Wochen zu einer Blutung
kommt, denn die Kapsel hält vorerst stand und es kommt erst
später zu einer Perforation.
Bei kleineren Verletzungen ist eine milzerhaltende Operation möglich, sofern 30–50% des Parenchyms erhaltungswürdig sind.
Die Stadieneinteilung in Typ 1–5 erlaubt eine Einschätzung des Operationsausmaßes:
44Typ 1: subkapsuläres Hämatom/Kapselriss,
44Typ 2: oberflächlicher Parenchymeinriss,
44Typ 3: tiefer Parenchymeinriss,
44Typ 4: Organfragmentierung,
44Typ 5: Organberstung, Abriss im Hilus.
Bis Typ 3 ist es möglich, laparoskopisch zu operieren, in Notfallsituationen bleibt die konventionelle offene Splenektomie
Mittel der Wahl.
j
jOffene/konventionelle Splenektomie
Bei der Diagnose Splenomegalie wird die Entfernung der Milz
über einen offenen Eingriff durchgeführt werden. Rupturen
ab Typ 4 mit starken Blutungen werden ebenfalls konventionell operiert.
OP-Ablauf: Splenektomie
55 Wir lagern den Patienten auf dem Rücken auf einem
Universaltisch mit einem Lagerungskissen unter der
linken Flanke, intraoperativ wird der Patient leicht
aufgeklappt, sodass der Darm etwas nach rechts
rutscht und eine bessere Sicht auf den Situs entsteht.
Die Neutralelektrode wird auf den linken Oberschenkel geklebt.
55 Wir benötigen für diese Operation Grund- und Laparotomieinstrumentarium, bei Bedarf mit etwas längeren Instrumenten, genügend Overholt-Klemmen,
ggf. eine bipolare Schere, ein Ultraschall-Dissektionsgerät und lineare Klammernahtinstrumente.
55 Ist die alleinige Entfernung der Milz geplant, wird
über einen Rippenbogenrandschnitt der Zugang gewählt, bei Tumoren oder Rupturen schafft eine mediane Laparotomie oder eine quere Oberbauchlaparotomie mehr Übersicht. Bei einer sehr großen Milz ist
präoperativ eine angiographische Milzarterienembolisation möglich, um den intraoperativen Blutverlust
so gering wie möglich zu halten.
55 Die großflächige Hautdesinfektion von der Mamille
bis zur Symphyse ermöglicht eine intraoperative
Schnitterweiterung. Nach der sterilen Abdeckung
werden der Sauger und die anderen benötigten Geräte angeschlossen.
55 Nach dem standardisierten Team-Time-Out folgt
die schichtweise Eröffnung des Bauchraums. Bei der
Präparation muss auf die räumliche Nähe der Nachbarorgane wie Pankreas, Kolon und Magen geachtet
werden. Um die Milz besser darzustellen, wird der
Rippenbogen nach oben gezogen, das Colon trans-
7
196
7
Kapitel 7 · Allgemein- und Viszeralchirurgie
versum und der Magen nach rechts unten. Danach
wird das Lig. splenophrenicum (zwischen Milz und
Zwerchfellkuppe) durchtrennt. Die Vv. und Aa. gastricae breves, die im Lig. gastrosplenicum verlaufen,
werden ligiert oder mittels Ultraschall durchtrennt.
Die bindegewebliche Verbindung zwischen Pankreas
schwanz und Milz wird sanft zwischen zwei Fingern
gelöst.
55 Die Milz wird mit feucht-warmen Bauchtüchern umlegt und der Milzhilus dargestellt. Ventrale und dorsale Äste der A. und V. splenica werden hilusnah mit
Overholt-Klemmen präpariert, abgeklemmt, doppelt
ligiert und durchtrennt. Das Präparat wird an den
Springer abgegeben und für die histologische Untersuchung vorbereitet.
55 Die Blutstillung mit feucht-warmen Bauchtüchern
und punktueller Koagulation sowie die Kontrolle auf
Nebenmilzen geht der Zählkontrolle der Textilien
voran. Bei Bedarf wird eine Drainage in die Milzloge
eingelegt. Der schichtweise Wundverschluss beendet
den Eingriff.
..Abb. 7.27 Laparoskopischer Fächerretraktor. (Mit freundlicher Genehmigung der Fa. Aesculap AG)
j
jLaparoskopische Splenektomie
Die laparoskopische Splenektomie ist eine A
lternative zur
offenen Operation. Die Vorbereitung des Patienten im Operationssaal ist identisch, denn ein Umstieg auf ein offenes
Verfahren muss jederzeit möglich sein.
OP-Ablauf: Laparoskopische Splenektomie
55 Wir benötigen laparoskopisches Grundinstrumenta
rium, entweder ein Ultraschalldissektionsgerät oder
alternativ LigaSure oder EnSeal. Laparoskopische
Gefäßclips, ein linearer Stapler für den Milzhilus, ein
sog. Fächer (. Abb. 7.27) zum Weghalten umgebender Organe, ein Endo-Eye (7 Abschn. 2.2), Saugan
sätze und ein Morcelator zum Zerkleinern der Milz
liegen bereit.
55 Der Patient liegt in rechtsseitiger Halbseitenlagerung
auf einer Vakuummatratze, der linke Arm wird über
dem Kopf in einer Armschiene gelagert und fixiert.
Eine
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