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coinad

4/6/26

 wird (. Abb. 4.1). Dort wird der Tisch auf einer festen oder

mobilen Säule befestigt und die Lafette entfernt.

Wird eine mobile OP-Säule in der Abteilung benutzt, die

in verschiedene Stellungen im Saal gebracht werden kann,

muss der integrierte Akku regelmäßig aufgeladen werden.

OP-Tische sind über eine Fernbedienung flexibel in der

Höhe, der Seitenneigung, der Neigung der Beine oder des

Oberkörpers verstellbar. Die Liegefläche ist in Segmente eingeteilt, die entsprechend verändert werden können, z. B. Abnahme der Beinplatten bei Steinschnittlagerung. Um Lagerungsschäden bei narkotisierten oder sedierten Patienten zu

vermeiden (7 Abschn. 4.2.3), sind die Auflagen der OP-Tische

mit speziellen weichen Matten oder Gelkissen gepolstert.

Viele OP-Tische sind schon vom Hersteller mit SFC-Polstern («Soft Foam Core») ausgestattet, die die Dekubitusentstehung deutlich reduzieren. Diese speziellen Auflagen bestehen unten aus einer 20 mm Schicht aus Kunststoff (EthylenePropylene-Diene-Monomer), darauf ist ein 60 mm starker

viskoelastischer Schaum verklebt. So entsteht eine Gesamt­

fläche von 80 mm, die in der Kombination aus Schaum und

EPDM für eine optimale Druckverteilung sorgen. Weitere

Vorteile sind eine sichere und stabile Patientenlagerung.

Die OP-Tische müssen den Anforderungen an die Patientensicherheit genügen, die in der Europäischen Norm

EN 60601-2-46 formuliert sind. Ein Operationstisch ist ein

Medizinprodukt und unterliegt dem MPG (7 Abschn. 2.1).

Bei der Auswahl des passenden Tisches muss berücksichtigt

werden, dass unterschiedliche Tische für Körperlasten von

150 kg bis zu 360 kg Körpergewicht zugelassen sind.


..Abb. 4.1


OP-Tisch auf einer fahrbaren Lafette


!!Cave


Keinesfalls darf ein übergewichtiger Patient auf einem

OP-Tisch gelagert werden, der dafür nicht ausgerichtet

ist!


Die Liegefläche des OP-Tischs sollte röntgenstrahlendurchlässig sein, um während eines Eingriffs Röntgenkontrollen

und Durchleuchtungsmaßnahmen durchführen zu können.

Die Auflage des OP-Tischs darf nicht elektrisch leitfähig sein,

um Elektrochirurgie und Defibrillation problemlos anwenden zu können.

Jeder OP-Tisch benötigt entsprechendes Zubehör, um die

gewünschte Lagerung optimal durchführen zu können. Hier

wird unterschieden in fest installierbare und flexibel einsetzbare Hilfsmittel. Zu den fest installierbaren Hilfsmitteln zählen u. a. die in der Übersicht zusammengestellten Elemente.

OP-Tisch-Zubehör

Installierbare Hilfsmittel

55 Zubehör für Universaltische:

–– Armlagerungsschienen

–– Narkosebügel

–– verschiedene Stützen

–– Befestigungskloben

–– Handfesseln

–– ggf. Beinhalter, z. B. Goepel-Stütze

55 Zubehör für Extensions-/Strecktisch:

–– Armlagerungsschiene

–– Narkosebügel

–– Gegenzugstab als Widerlager für die Extension

–– Extensionsschuh

–– Zugspindelaggregat, Goepel-Stütze

55 Zubehör für Schultertisch:

–– Lagerungshelm für den Kopf

–– entfernbare operationsseitige Schulterplatte

–– Armlagerungsschienen, Handfessel

–– ggf. Thoraxstütze


91

4.5 · Operationstische und Operations­lagerungen


Flexibel einsetzbare Hilfsmittel sind u. a.

55 Befestigungsgurte

55 Kopfkissen

55 Vakuummatratzen

55 Gel-/Antidekubitusmatten als Halb- oder Ganz­

körpermatte

55 Knierollen zur Entlastung


Die Einschleusung des Patienten in den Operationssaal sollte

möglichst immer auf einem Universaltisch, also in Rücken­

lage erfolgen, zum Schutz der Intimsphäre. Nach der Nar­

koseeinleitung werden die entsprechende Lagerung für die

geplante Operation und der Umbau des OP-Tischs durch­

geführt.

4.5.2


Operationslagerung


Als Operationslagerung wird die optimale Positionierung des

Patienten für den geplanten Eingriff bezeichnet. Die Lagerung dient v. a. dazu, dem Operateur einen optimalen Zugang

zum Operationsgebiet zu gewährleisten. Dabei müssen die

anatomischen und physiologischen Voraussetzungen des Patienten bedacht werden, auch der individuelle Gesundheitszustand des Patienten spielt eine wichtige Rolle. Die Lagerung

muss so erfolgen, dass intraoperativ Lageveränderungen,

Wechsel einer Operationstechnik (z. B. von einem laparoskopischen zu einem offenen Eingriff) oder eine Schnitterweiterung problemlos möglich sind.

>>Priorität haben der Schutz und die Sicherheit des


­Patienten.


Folgende Schäden müssen unbedingt durch entsprechende

Maßnahmen verhindert werden:

44Druckschäden,

44Nervenschäden,

44Röntgenschäden: bei andauernder Durchleuchtung muss

der Patient auf einer strahlenundurchlässigen Matte liegen oder einen Gonadenschutz bekommen, soweit es die

Operation zulässt,

44Unterkühlung,

44Herunterfallen.

>>Die Operationslagerung ist eine ärztliche Aufgabe,


die an entsprechend ausgebildetes Pflegepersonal oder

OTAs delegiert werden kann. Vor dem Operationsbeginn

muss sich der Operateur jedoch immer von der korrekten Lagerung überzeugen (7 Abschn. 4.2).


Die Lagerung wird in der Patientenakte dokumentiert. Sind

die Lagerungen in einem Standard hinterlegt, müssen nicht

alle Hilfsmittel aufgeführt werden. Notwendig zu erwähnen

sind jedoch Abweichungen vom Standard und die Begründung dafür, Namen des Durchführenden und des überprüfenden Arztes, Platzierung der Neutralelektrode, Blutsperre

bzw. Blutleere sowie Lageveränderungen.


Nachfolgende Lagerungen finden im OP-Alltag praktische Anwendung

44Rückenlagerung: Sie wird angewendet bei vielen Baucheingriffen, im Bereich der Unfallchirurgie und Neurochirurgie und Operationen am Thorax mit Eröffnung

des Brustkorbs. Im Bedarfsfall kann der Tisch seitlich

und in seiner Längsachse gedreht und die Höhe des

­Tisches eingestellt werden.

44Bauchlagerung: Sie wird benötigt bei Eingriffen am

­Rücken und am Gesäß. Das Drehen des Patienten erfolgt

nach der Narkoseeinleitung. Ein zweiter parallel stehender OP-Tisch, auf den der Patient gedreht wird, erleichtert das Drehen.

44Seitenlagerung: Für Eingriffe am Thorax, an den Nieren

oder in der Endoprothetik beim Hüftgelenk.

44Halbsitzende Lagerung («beach chair»): Sie ist geeignet

für Eingriffe an der Schulter, an der Mamma oder an der

Schilddrüse.

44Steinschnittlagerung: Sie ist notwendig für gynäko­

logische, urologische und proktologische Eingriffe. Der

Patient liegt auf dem Rücken und die Beine sind gespreizt mit ca. 45°- bzw. 90°-Beugung im Hüft- und

Kniegelenkbereich.

44Extensionslagerung: Diese Lagerung ist angebracht

bei Operationen in der Unfallchirurgie und Orthopädie

am Hüftgelenk und Oberschenkel, z. B. bei Schenkelhalsfrakturen.


Rückenlagerung

Für eine geplante Rückenlagerung bereiten wir zu dem Universaltisch eine Kopfschale, 1–2 Armausleger, Handfessel

oder Armpolster, Knierolle, Fersenpolster, Gelmatten zum

N.-ulnaris-Schutz und einen Befestigungsgurt vor.

Der Patient liegt auf einem geraden Tisch auf dem Rücken. Der Kopf wird in einer Kopfschale oder mit einem

Kopfkissen so unterpolstert, dass sich die Halswirbelsäule in

Mittel-/Neutralstellung befindet und kein punktueller Druck

am Hinterkopf besteht.

Die Arme werden beidseits auf einem mit einer Gelauflage

gepolsterten Armausleger gelagert und fixiert. Die Arme werden in Pronation (Einwärtsdrehung von Gliedmaßen) bis etwa

60° abduziert (vom Körper weggeführt) und im Ellbogen­ge­

lenk leicht gebeugt. Das distale Gelenk liegt höher als das proxi­

male, die Unterstützung erfolgt hier bei Verwendung von kurzen Armauflagen am Unterarm und an der Hand, um eine «Fallhand» (durch die Schädigung des N. radialis) zu vermeiden.

Bei Abspreizung der Arme von 60–90° sollte stets die Pronations- in die Supinationsstellung (Auswärtsdrehung) umgewandelt werden. Hierfür ist ein Unterpolstern des Handgelenkes hilfreich. Wird nur der «Infusionsarm» ausgelagert,

kann der gegenseitige Arm am Körper fixiert und mit einem

Ulnarisschutz (z. B. Gelmatte) angelagert werden. Die Nerven

im Ellbogenbereich müssen druckfrei liegen.

Oberhalb der Kniekehle wird eine Halbrolle unter die

Oberschenkel platziert. Dadurch wird eine leichte Beugung

der Beine im Kniebereich ermöglicht und die Durchblutung

der Gefäße nicht behindert, Nerven liegen druckfrei.


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92


Kapitel 4 · Springertätigkeit


4


..Abb. 4.2


Halbrolle und Fersenpolster


Um den Druck auf die Fersen zu minimieren, wird eine

Druckentlastung durch das Unterlegen von Fersenpolster erreicht (. Abb. 4.2).

Die Neutralelektrode wird nach Vorschrift (7 Abschn. 2.8)

angebracht. Im Bereich des Operationsfelds werden feuchtigkeitsaufsaugende Tücher gelegt, diese werden nach der Hautdesinfektion entfernt. Der Patient wird mit Tüchern abgedeckt und mit einem Gurt werden Körper und/oder Extremitäten fixiert.

Wird eine Operation im Handbereich durchgeführt, ist

der Einsatz eines Handtischs sinnvoll. Dieser wird seitlich am

OP-Tisch an einer Schiene angebracht (7 Kap. 9). Die Lagerung erfolgt wie beschrieben. Am Kopfende des OP-Tischs

wird eine Schiene angebracht, an der der Narkosebügel längsseitig zum OP-Tisch angebracht wird.

Ist ein Patient so groß, dass der Kopf oder die Füße über

den OP-Tisch hinausragen, muss eine Tischverlängerung angebracht werden.


Bauchlagerung

Für eine geplante Bauchlagerung bereiten wir neben dem

2. Universaloperationstisch ein Gelkopfpolster oder Gelkopfring, 2 Armausleger, 3 Rollen zur Unterpolsterung im Bereich

Thorax, Becken und Fußgelenk oder ein Bauchpolster und

eine Rolle vor, Kniepolster zur Entlastung der Patella sowie

ein Befestigungsgurt liegen bereit.

Auf dem einen OP-Tisch liegt der Patient zur Narkoseeinleitung in Rückenlage, der andere Tisch wird auf die OP-­Säule

gefahren und alle Lagerungshilfsmittel positioniert. Der Pa­

tient wird mit mindestens 4 Personen achsengerecht unter

Stabilisation der Wirbelsäule in die Bauchlage auf den anderen OP-Tisch gedreht. Der Anästhesist gibt die Freigabe zur

Lagerung und übernimmt das Kommando. Tubus und venöse Zugänge werden gesichert oder ggf. diskonnektiert. Der

Kopf wird in der Kopfschale oder in einem Kopfring so platziert, dass kein Druck auf Auge, Nase, Ohr und N. facialis

ausgeübt und die Halswirbelsäule nicht überstreckt wird. Es

muss ein freier Zugang zu den Atemwegen bestehen. Ein spezielles Bauchlagepolster wird zur Unterpolsterung des Thorax

und Entlastung des Beckens gelegt, alternativ werden 2 Gel-


..Abb. 4.3 Bauchlagerung mit sicherer Armlagerung. Aus: Aschemann

D (2009) OP-Lagerungen für Fachpersonal. Springer, Berlin Heidelberg

New York


rollen platziert, die die Zwerchfellatmung und den venösen

Rückfluss nicht behindern.

Die Arme werden auf Armauslegern seitlich neben dem

Kopf gelagert, die Oberarme werden vom Körper leicht abgespreizt und etwas abgesenkt, die Unterarme um ca. 90–120°

leicht gebeugt und in Pronation fixiert. Alternativ können die

Arme am Körper mit einem Ulnarisschutz angelagert werden

(. Abb. 4.3).

Die Unterschenkel werden unterpolstert, zur Entlastung

der Patellae (Kniescheiben) und unter die Fußgelenke wird

eine Rolle geschoben. Die Füße rotieren leicht nach außen, so

wird der Druck auf Nerven und Sehnen im Fußrücken vermieden. Bei Männern muss darauf geachtet werden, dass

der Penis und das Skrotum frei und weich gelagert sind. Bei

Frauen muss die Brust gepolstert sein.

Die Beine werden im Bereich der Oberschenkel mit einem

Befestigungsgurt fixiert. Anlegen der Neutralelektrode nach

Vorschrift.


Seitenlagerung

Für eine geplante Seitenlagerung bereiten wir eine Vakuummatratze oder mehrere Seitenstützen oder Spezialkeilkissen,

Kopfschale, Armausleger, Goepel-Stütze, Gelmatten, Armhalterung und den Befestigungsgurt vor.

Der Patient liegt auf einem geraden Tisch, die zu operierende Seite liegt oben. Die Vakuummatratze liegt vorbereitet

auf dem OP-Tisch. Die Umlagerung erfolgt nach der Narkoseeinleitung im OP-Saal auf dem Operationstisch mit mehreren Mitarbeitern aus der Rückenlage in die Seitenlage. Der

Anästhesist gibt die Freigabe zur Lagerung und übernimmt

das Kommando. Kopf, Schulter, Hüfte und Beine werden achsengerecht gedreht. Der Kopf liegt auf der Seite, sodass er in

Verlängerung der gestreckten Wirbelsäule ruht. Druck auf

Auge und Ohr muss vermieden werden. Der Oberkörper

kann in einem Spezialkeilkissen mit Aussparung für den unteren Arm und die Schulter positioniert werden. Der untere

Arm wird in 90°-Stellung auf einem Armausleger gelagert, er

darf dabei nicht auf die Tischkante drücken. Der oben liegen-


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4.5 · Operationstische und Operations­lagerungen


..Abb. 4.4 Seitenlage. Aus: Aschemann D (2009) OP-Lagerungen für

Fachpersonal. Springer, Berlin Heidelberg New York


de Arm wird auf einer zweiten Armstütze oder einer GoepelStütze befestigt. Es wird wiederum ein Ulnarisschutz verwendet und der Arm wird nicht über 90° abduziert.

Die seitliche Abstützung erfolgt über die Vakuummatratze, die an den Körper anmodelliert wird. Danach wird das

Vakuum angeschlossen und die Luft abgesaugt. Alternativ

werden in Thorax- und Hüfthöhe (Symphyse, Kreuzbein) Seitenstützen angebracht. Diese sind ausreichend zu polstern,

um eine Lagerungsstabilität und eine Verringerung des Auflagedrucks zu erreichen. Das untere Bein wird in Hüfte und

Knie leicht angewinkelt, das obere Bein wird gestreckt. Zwischen die Knie wird ein Polster gelegt, ebenso unter die aufliegenden Kanten der Füße und des Außenknöchels sowie des

Fibulaköpfchens (. Abb. 4.4).

Ein Befestigungsgurt wird um die Oberschenkel fixiert.

Bei Bedarf kann der Tisch aufgeklappt werden, d. h. das

Oberteil des Tischs und ggf. das Unterteil werden abgesenkt.

Anlegen von feuchtigkeitsaufsaugenden Tüchern und der

Neutralelektrode nach Vorschrift.


Halbsitzende Lagerung (Beach-chair-Lagerung)

Für eine geplante Beach-chair-Lagerung bereiten wir einen

Kopfhelm, Armausleger, Armhalterung, Knierolle, Gelmatten, 2 Befestigungsgurte sowie ein Schulterteil vor.

Bei dieser Lagerung muss ein Universaltisch vor der Benutzung mit einem Systemteil «Schulterplatte» ausgerüstet

sein. Die Schulterplatte hat auf jeder Seite ein Schulterplattensegment, das nach der Lagerung entfernt wird.

Der Patient liegt zur Narkoseeinleitung in Rückenlage.

Der Kopf wird in einen Lagerungshelm gelegt und mit einem

gepolsterten Gurt in Stirnhöhe befestigt, die Augen werden

mit Augenpflastern geschützt. Kopf und Halswirbelsäule werden in Mittelstellung gelagert. Damit eine stabile und sichere

Lagerung erreicht wird, wird das Gesäß zur Außenkante des

Tischs gelagert. Das Oberteil des Tischs wird um 60–70° angehoben und gleichzeitig wird der gesamte OP-Tisch 20–30°

kopfwärts geneigt.

Die Beinteile werden um 30–40° abgesenkt. Die opera­

tionsseitige Schulterplatte wird entfernt, damit ein freier Zu-


..Abb. 4.5 Beach-chair-Lagerung. Aus: Aschemann D (2009) OP-Lagerungen für Fachpersonal. Springer, Berlin Heidelberg New York


gang zum Operationsgebiet möglich und gleichzeitig eine

optimale Durchleuchtungsmöglichkeit gegeben ist. Der operationsseitige Arm wird auf einem Armausleger gelagert.

Wichtig ist hier, dass die Metallschienen des Tischs und des

Armauslegers bei Bildwandlergebrauch nicht im Strahlengang liegen. Der sich nicht auf der OP-Seite befindende Arm

wird auf einem Armausleger nach Standard gelagert. Wird ein

Bildwandler von der Gegenseite eingesetzt, muss der Arm

ohne Armausleger am Körper gepolstert gelagert und fixiert

werden.

Der Oberkörper wird im Brustbereich mit einem Befestigungsgurt fixiert, ohne die Brüste zu quetschen. Eine Lagerungsrolle kann unter die Oberschenkel/Übergang Gesäßfalte gelegt werden, um ein Abrutschen des Oberkörpers zu

vermeiden. Die Beine liegen waagerecht nebeneinander und

sind im Kniebereich mit einer Rolle abgepolstert. Die Fersen

werden zur Druckminimierung gepolstert. Ein Befestigungsgurt wird zusätzlich um die Oberschenkel gelegt (. Abb. 4.5).

Anbringen von feuchtigkeitsaufsaugenden Tüchern und

der Neutralelektrode nach Standard. Bei geplantem Bildwandlereinsatz liegt der Patient auf einer Röntgenmatte.


Steinschnittlagerung

Für eine geplante Steinschnittlagerung bereiten wir eine

Kopfschale, Armausleger, Armhalterung und 2 Beinhalterungen vor.

Der Patient liegt auf einem geraden Tisch in Rückenlage.

Der Kopf ist in einer Kopfschale oder auf einem Gelring in

Mittelstellung gelagert. Nach der Narkoseeinleitung können

die Arme beide, wie oben beschrieben, in maximal 90°-Abduktions-, der Unterarm in leichter Supinationsstellung ausgelagert werden, alternativ wird der «Infusionsarm» ausgelagert, der andere am Körper gepolstert fixiert. Der angelagerte

Arm darf bei intraoperativen Lageveränderungen keinesfalls

in Kontakt mit den Beinhaltern kommen, damit die Hand

beim Hochfahren der Beine nicht eingeklemmt wird. Unter-


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Kapitel 4 · Springertätigkeit


den Fußsohlen und nicht an den Unterschenkeln liegt. Das

Fibulaköpfchen liegt hierbei frei (. Abb. 4.6).

Bei der Steinschnittlagerung ist besonders auf Bewegungseinschränkungen des Patienten bei Hüft-oder Knieprothesen zu achten.

Die Dehnung des N. ischiadicus durch extreme Lagerung

der Beine ist zu vermeiden.

Wird der Eingriff am Anus geplant, muss bei Männern zur

Desinfektion und Abdeckung der Penis und das Skrotum

hochgelagert und mit Pflaster fixiert werden.

Das Anbringen von feuchtigkeitsundurchlässigen Tüchern und der Neutralelektrode erfolgt nach Standard.


4


Extensionslagerung


..Abb. 4.6 Steinschnittlagerung. Lagerung der Beine in Spezialbeinhaltern. Aus: Aschemann D (2009) OP-Lagerungen für Fachpersonal.

Springer, Berlin Heidelberg New York


stützend zur Lagerung können am Kopfende des Tischs

Schulterstützen angebracht werden, um ein Verrutschen des

Patienten bei geplanter Trendelenburg-Lagerung (Kopf-tiefLagerung bei Eingriffen im kleinen Becken) zu vermeiden.

Geeignet ist auch der Einsatz einer kurzen Vakuummatratze.

Die Beinplatten des OP-Tischs werden abgenommen

und gegen Goepel-Stützen ausgetauscht. Die Beine werden in

den Stützen auf einer Gelmatte gepolstert, hochgelagert und

fixiert. Das Gesäß ragt leicht über die untere gepolsterte

Tischkante. Die Oberschenkel werden nach außen rotiert und

Kniekehlen und Fibulaköpfchen gut gepolstert, um eine

­Peroneus-Schädigung zu vermeiden.

Alternativ gibt es die Möglichkeit, die Beine in gepolsterten Unterschenkelstiefeln zu lagern, die an gasdruckunterstützen Beinhaltern befestigt sind. Diese Methode ist bei

­längeren OP-Zeiten zu empfehlen, da hier der Druck auf


..Abb. 4.7 Extensionstisch mit Fußplat­

tenadaption. Das gesunde Bein ist auf einem

­Beinhalter nach Goepel ausgelagert. Aus:

Aschemann D (2009) OP-Lagerungen für

Fachpersonal. Springer, Berlin Heidelberg

New York


Für eine geplante Extensionslagerung bereiten wir neben dem

Extensionstisch eine Kopfschale, Armausleger, Goepel-Stütze

mit Befestigungskloben, Gegenzugstab, Extensionsschuh mit

Polsterwatte sowie Gelmatten und eine Armhalterung vor.

Die Lagerung des Patienten beginnt in Rückenlage auf

dem Extensionstisch, vorzugsweise zur Wahrung der Sterilität nicht im Operationssaal, sondern im Narkoseeinleitungsraum. Die zu operierende Seite ragt leicht über die Tisch­kante

hinaus. Der Kopf liegt gut gepolstert in einer Kopfschale, die

Wirbelsäule in Neutralstellung. Der operationsseitige Arm

wird, in einer Armhalterung hängend, am Narkosebügel befestigt. Der Oberarm ist dabei maximal 90° abduziert, der

Unterarm ist supiniert und an der Armhalterung fixiert.

Auf der Gegenseite wird der Arm auf einem Armausleger

gepolstert gelagert. Das distale Gelenk liegt höher als das proximale. Der Arm darf nicht über 90° gestreckt werden, um

keinen Druck auf den Plexus brachialis zu bringen. Das Ellbogengelenk ist ca. 150° gebeugt und in Supinationsstellung.

Das Becken des Patienten wird stramm an den Gegenzugstab herangezogen, dieser ist exzentrisch am OP-Tisch befestigt und sitzt im Schritt des Patienten. Die Genitalien dürfen

nicht eingeklemmt werden!

Der Fuß des zu operierenden Beins wird mit 

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